Vorträge und Beobachtungen

Zum Jahr der Astronomie bietet die Volkshochschule in Gilching zahlreiche Veranstaltungen und Seminare an. Außerdem richtet der Leiter der Sternwarte und Vhs-Geschäftsführer Michael Rappenglück ein Blog ein, auf dem Bürger Fragen zum Thema Astronomie stellen können. Anlass ist der 400. Geburtstag des Fernrohrs.

Als vor etwa 400 Jahren der italienische Astronom Galileo Galilei das Fernrohr zum Himmel richtete, machte er eine Reihe bedeutender Entdeckungen. Teleskope verhalfen den Menschen in den vergangenen 400 Jahren zu einem ungeahnten Blick in ferne und aufregende Bereiche des Weltalls. Johannes Kepler veröffentlichte im Jahr 1609 seine „Astronomia nova“, ein für seine Zeit bahnbrechendes Buch über unser Sonnensystem. Kepler gelang als erstem eine zutreffende Beschreibung der Planetenbahnen. Daher haben die Vereinten Nationen das Jahr 2009 zum Internationalen Jahr der Astronomie erklärt. Initiiert wurde es von der International Astronomical Union (IAU) und der UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization). Die feierliche Eröffnung in Deutschland fand am gestrigen Dienstag im Museum für Kommunikation in Berlin statt. „Wir für uns in Gilching haben als Schwerpunkt den 4. April gewählt, weil dann auch der Deutsche Astronomietag gefeiert wird“, sagt Michael Rappenglück, Wissenschaftler und Geschäftsführer der Vhs-Gilching und Leiter der Sternwarte. Zentrales Thema wird die „Position des Menschen im Weltall“ sein. Von 15 Uhr an erwartet den Besucher zahlreiche interessante Vorträge und ab 23 Uhr Beobachtungen mit dem 0,5 m Newton-Teleskop von Himmelsobjekten „à la carte“. Unabhängig davon finden anlässlich des Jubiläums zusätzlich zum üblichen Astronomieangebot Veranstaltungen statt. Themen sind unter anderem „Wie findet Ihr Fernroh seinen Himmel?“ - Tipps und Tricks zur Himmelsbeobachtung mit Feldstecher und transportablem Teleskop (29. April), „Von Mondhasen, Mondmilch und Mondflügen - Glaube und Wissen rund um unseren Mond“ (29. August) und „Wünschen am Himmel begegnen - Die Nacht der Sternschnuppen“ (12. August). „Grundsätzlich hat das Interesse an naturwissenschaftlichen Themen wie der der Astronomie, der Religion und der Philosophie enorm zugenommen“, freut sich Rappenglück. „Die Kurse sind gut besucht. In den vier Wochen vor Weihnachten haben sich zum Beispiel 250 Personen, darunter auch viele Schüler, zu Führungen in der Sternwarte angemeldet.“ Zum einen liege das am vielfältigen Angebot der Vhs. Auf der anderen Seite aber tragen auch die Medien zum steigenden Interesse bei, ist der Wissenschaftler überzeugt. „Die Faszination an Technik und anderen Welten hat zugenommen. Ich denke, das wird noch mehr werden.“ Weil sich mittlerweile auch viele Kindergärten, Schulen und ältere Menschen zu den Führungen anmelden, wünscht sich Rappenglück ein moderneres Teleskop, das den Himmelsdurchblick ermöglicht, ohne dass man eine steile Leiter hochsteigen muss. Die Kosten gibt er mit rund 20.000 Euro an. „Wenn wir einen Sponsor finden und das alte Teleskop verkaufen, sollte es machbar sein“, hofft er. Man könnte es auch als Geburtstagswunsch deklarieren, denn im nächsten Jahr wird die Vhs 60 Jahre alt. Weil das Interesse so groß ist und es auch viele Fragen zur Himmelskunde gibt, richtet er außerdem auf www.vhs-gilching.de ein Blog zum Thema Astronomie ein, in dem Fragen gestellt werden können.

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