Waldbrand knapp verhindert

Glück gehabt: Spaziergänger fanden den in diesem Reisighaufen versteckten Brandsatz noch bevor er sich entzünden konnte. Foto: Polster

Um ein Haar wäre es in einem Waldstück bei Gilching zu einem Brand gekommen. Ein aufmerksamer Spaziergänger jedoch entdeckte den Brandsatz, in einem Reisighaufen versteckt, rechtzeitig. Nun untersucht das Bayerische Landeskriminalamt den Fall.

Spaziergänger und Hundbesitzer rätseln derzeit, wer ein Interesse daran hat, in einem Waldstück nahe des Gewerbegebiets Süd ein Feuer zu legen. Auch die Polizei tappt im Dunkeln. „Stimmt, wir wurden am Freitag gegen 16 Uhr über den Fund informiert“, bestätigte Germerings Polizeichef Klaus Frank auf Anfrage. Wie genau der Brandsatz ausgesehen habe, wollte er aus ermittlungstechnischen Gründen nicht sagen. „Wir haben das Teil sofort an das Bayerische Landeskriminalamt zur Untersuchung weiter gegeben. Dort wird jetzt die Funktionsfähigkeit und der Brandsatz auf Spuren untersucht, die zum Täter führen könnten.“ An einer Schnur aufgehängt befand sich der Brandsatz in Mitten eines großen Reisighaufens, der an einem Feldweg zwischen dem Gewerbegebiet Süd und dem Sonderflughafen Oberpfaffenhofen aufgeschichtet ist. Hobbybastler holen sich dort seit geraumer Zeit einzelne Zweige für ihre Adventsgestecke. Dabei ist auch der Brandsatz aufgefallen. „Der Finder tat genau das Richtige, indem er uns sofort verständigte und wir den Brandsatz entfernen konnten“, betonte Frank. Ob zwischen den diversen Brandstiftungen in den Wäldern zwischen Gauting und Germering und dem Gilchinger Brandsatz ein Zusammenhang besteht, stehe noch nicht fest. Frank: „Dazu müssen wir erst die kriminaltechnischen Untersuchungen abwarten.“ Sicher aber sei, dass es bei einer Entzündung des Brandsatzes zu einem größeren Waldbrand gekommen wäre. „Unser Glück war, dass ein aufmerksamer Spaziergänger das Teil rechtzeitig entdeckt hat und so vermutlich ein Großbrand verhindert werden konnte.“

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