Westumfahrung

Trasse zu nah am Hof

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Gilching – Die BI „Westumfahrung Jetzt!“ hat um die Entlastungsstraße gekämpft und gewonnen. Auch der Planfeststellungsbeschluss der Regierung von Oberbayern war in trockenen Tüchern. Doch nun hat ein Landwirt aus St. Gilgen Klage beim Bayerischen Verwaltungsgericht gegen den Beschluss eingereicht.

Erst war es ein Bürgerentscheid des Zusammenschlusses von Bündnis 90/Die Grünen, dem Club der Radfahrer, der ödp und dem Bund Naturschutz, der den Bau der Entlastungsstraße für Gilchings Zentrum versuchte, auf die lange Bank zu schieben. Eine mehrheitliche Entscheidung, die wiederum durch einen Bürgerentscheid der BI „Westumfahrung Jetzt!“ unter Federführung von Heinz Angermaier ausgehebelt wurde. Für Angermaier und seine Mitstreiter insofern ein Erfolg, da sie jegliche Polemik außen vor ließen und die Bürger durch nachweisbare Argumente überzeugen konnten, so die Initiatoren. Nach dem deutlichen Votum pro sofortigem Bau der Entlastungsstraße nahm die Regierung von Oberbayern als Bauherr der Trasse das unterbrochene Planfeststellungsverfahren wieder auf und veröffentlichte Anfang August den Planfeststellungsbeschluss. Ein Monat Zeit blieb nun, dagegen Klage zu erheben. Diese Möglichkeit nutzte ein Landwirt aus dem Gilchinger Ortsteil St. Gilgen. Seiner Meinung nach rückt die Trasse zu nahe an seinen Aussiedlerhof heran. Wie Bündnis 90/Die Grünen auf ihrer Facebook-Seite mitteilten, bedeute dies, dass der Beschluss bis zum Ende des Klageverfahrens keine Rechtskraft hat. „Die zeitliche Dimension des Verfahrens kann derzeit nicht abgesehen werden“, heißt es auf der Facebook-Seite. Experten rechnen, dass mindestens zwei Jahre ins Land ziehen, bevor mit einem Baubeginn der Entlastungsstraße zu rechnen ist. Anderer Meinung ist da Heinz Angermaier. „Das Verfahren muss nicht gestoppt werden, auch wenn gegen die Trasse geklagt wurde.“ Als Beispiel nannte er die Umgehungsstraße von Weßling, gegen die die Nachbargemeinde Wörthsee bereits mehrmals geklagt hatte, der Bau der Trasse jedoch nicht verzögert wurde. Das letzte Wort hat nun das Bayerische Verwaltungsgericht. pop

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