"Es wird keine leichte Entscheidung"

Grundsätzlich hat die Regierung von Oberbayern empfohlen, den Altbau abzureißen. Foto: Polster

Vor einer schwierigen Entscheidung steht das Ratsgremium in Gilching. Um dem Wunsch der Montessori-Schule nach Aufstockung nachzukommen, ist unter anderem der Abriss des historischen 100 Jahre alten Schulhauses im Gespräch. „Es wird keine leichte Entscheidung“, sagte Bürgermeiser Manfred Walter. 

  Ursprünglich war geplant, die Erweiterungspläne der Montessorischule von derzeit zwei auf drei Klassen zu unterstützen und an das historische Gebäude einen Neubau anzuschließen. Zudem soll die Einrichtung nach der Schaffung zusätzlicher Räume auch als Ganztagsschule konzipiert werden. Doch da spielte die Regierung von Oberbayern nicht mit. Eine finanzielle Förderung wurde unter anderem auch deshalb abgelehnt, weil „das angestrebte Modell keine Erweiterungsmöglichkeiten bietet“. Bei einem neuerlichen Gespräch jedoch „hat ein Umkehrschwung stattgefunden“, informierte Bürgermeister Manfred Walter in der Ratssitzung am Dienstag. Eine Förderung nach dem Bayerischen Schulfinanzierungsgesetz gibt es dann, findet zeitgleich mit dem Erweiterungsbau eine Generalsanierung des Altbaus statt. Eine Generalssanierung bedeute laut Bauamtsleiter Max Huber, dass bis auf die Faßade nichts mehr vom historischen Gebäude übrig bleibt. „Das Gebäude muss nach einer Generalsanierung einen modernen Standard aufweisen, welcher für mindestens 25 Jahre nachhaltig ist“, hielt Regierungssprecherin Christiane Trautvetter schriftlich fest. Die Kosten für die Altbau-Sanierung jedoch muss die Kommune alleine tragen. Grundsätzlich aber habe die Behörde empfohlen, den Altbau abzureißen und auf dem Grundstück an der Münchnerstraße einen Neubau hinzustellen. Gegen den Abriss sprach sich die Fraktion der Freien Wähler aus. Fraktionssprecher Thomas Reich erklärte, dass es sich bei dem Schulbau um ein historisches Ortsteil prägendes Gebäude handelt, „das erhalten bleiben muss“. Am „gelungenen Beispiel Wersonhaus“ erklärte Reich, dass eine Sanierung im ursprünglichen Stil durchaus Sinn macht. Pro Erhalt sprach sich auch Richard Schlammerl (CSU) aus. Er merkte zudem an, dass auch der geplante moderne Anbau unpassend sei. Er regte an, vor einer Entscheidung generell die Schulraum-Situation unter Einbeziehung der zwei kommunalen Grundschulen zu überprüfen. Denn auch bei der James-Krüss-Grundschule herrsche mittlerweile Raumnot. Diesem Vorschlag wurde mehrheitlich zugestimmt. Walter: „Erste Ergebnisse sind aber nicht vor Juni zu erwarten.“

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