Wunsch nach neuer Orgel

Miriam Siegl will auf einer adäquaten Orgel spielen.

Wo man singt, das lass Dich nieder… Doch was nützen die schönsten Stimmen, wenn die begleitende Orgel jämmerlich versagt? Am Sonntag gaben die Mitglieder der evangelischen Pfarrei St. Johannes in Gilching positive Signale für ein neues Instrument.

Schwerpunktthema bei der Mitglieder-Versammlung im Pfarrsaal St. Johannes in Gilching war der Wunsch nach einer neuen Orgel. „Die Überlegungen gibt es schon lange“, erklärte Vertrauensfrau Christa Häser. Bevor jedoch über konkrete Pläne gesprochen wird, wollte man ein erstes Stimmungsbild bei den Mitgliedern einholen. Fürsprecherin für ein neues Instrument war Miriam Siegl, Kantorin und Organistin. Sie malte in den schönsten Farben aus, welche musikalische Bandbreite durch ein gutes Instrument möglich wäre. Die alte Oberlinger-Orgel ist Baujahr 1973 und wurde seinerzeit auf den Minimalbedarf ausgerichtet, erklärte sie. „Das entspricht nicht mehr dem Niveau des heutigen Kirchenchors.“ Dieser zählt mittlerweile rund 50 Sänger. Dazu gibt es noch den Gospelchor mit 30 und den Seniorenchor mit 25 Mitgliedern. Den Preis für ein neues Instrument gab Siegl mit rund 220.000 Euro an. Sollte sich die Kirchengemeinde gegen die Anschaffung entscheiden, müsse die alte Orgel saniert werden. Die Kosten für eine Grundsanierung liegen zwischen 6.000 und 11.000 Euro. Da keine Zuschüsse zu erwarten sind, will der 2007 gegründete Förderkreis Kirchenmusik kräftig anschieben, um über Benefizkonzerte und Spenden die finanzielle Seite zu regeln. In der anschließenden Diskussion wurden die Vor- und Nachteile aufgezählt. Unter anderem schreckte auch der lange Zeitraum bis zur möglichen Verwirklichung. „Wer weiß, ob wir bis dahin unsere Finger noch bewegen könnte“, meinte ein Mitglied. Siegl rechnet mit zehn Jahren und zeigte sich durchaus optimistisch, was die Spendenfreudigkeit der Gilchinger angeht. Obwohl auf eine Abstimmung verzichtet wurde, ging der Trend der 40 anwesenden Mitglieder dennoch in Richtung neue Orgel. Vertrauensfrau Christa Häser: „Das war jetzt nur ein Stimmungsbild. Wir besprechen im Vorstand, wie wir weitermachen.“ In ihrem Rechenschaftsbericht, die letzte Versammlung fand 2004 statt, ging Christa Häser auf die vielfältigen Aktivitäten der Kirchengemeinschaft Gilching-Weßling ein. Leicht besorgt zeigte sie sich, weil zum August 2011 der Vertrag für Pfarrer Marcel Nieden ausläuft. „Wir hoffen, dass er trotzdem noch lange bleiben kann“, sagte sie. In Punkto Mitgliederzahlen gab es seit dem Jahr 2005 einen Rückgang von 3.950 auf derzeit 3.786. „Leider ist auch bei uns der Schwund nicht spurlos vorüber gegangen.“

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