Zusammenschluss besiegelt

Der Zusammenschluss der Kreissparkasse München-Starnberg und der Kreissparkasse Ebersberg ist besiegelt: Vergangene Woche haben die Verwaltungsratsvorsitzenden und Vorstände beider Sparkassen den Fusionsvertrag unterzeichnet. Dieser sieht den Zusammenschluss der Institute zum 1. Mai zur Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg vor. Die Fusion wird rückwirkend zum 1. Januar in Kraft treten.

Die Aufnahme konkreter Fusionsgespräche hatten die Landräte der Landkreise Ebersberg, München und Starnberg bereits im Januar angekündigt. Im Anschluss hatten die Vorstände beider Sparkassen gemeinsam die Eckpunkte des Vereinigungsvertrags für den Zusammenschluss erarbeitet. Dieses war Grundlage für die Zustimmung des Zweckverbands München-Starnberg-Gauting, der Eigentümer der Kreissparkasse München Starnberg ist, sowie des Ebersberger Kreistags am 21. Februar. Der Landkreis Ebersberg ist alleiniger Träger und Eigentümer der dortigen Kreissparkasse. „Angesichts der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung kommt die Entscheidung zur richtigen Zeit“, kommentiert Landrätin Johanna Rumschöttel, amtierende Verwaltungsratsvorsitzende der Kreissparkasse München Starnberg, das Votum. „Der Wirtschaftsraum rund um München ist eng vernetzt und wachstumsstark. Insbesondere Ebersberg zählt zu den Regionen mit besten Entwicklungschancen, wie jüngst auch der ‚Zukunftsatlas 2010’ des Handelsblatts belegt hat. Mit vereinten Kräften können die Sparkassen die dynamische Nachfrage noch besser decken. So kann etwa der Mittelstand von höheren Spielräumen bei der Kreditvergabe profitieren.“ Für Landrat Gottlieb Fauth, Verwaltungsratsvorsitzender der Kreissparkasse Ebersberg, ist entscheidend, „dass unterm Strich alle Beteiligten von der Fusion profitieren.“ Die künftige Kreissparkasse decke ein Geschäftsgebiet mit rund 670.000 Einwohnern ab. „Da ist und bleibt es besonders wichtig“, so Fauth weiter, „die regionale Nähe zu den Kunden zu erhalten.“ Diese stellen in der künftigen Sparkasse rund 1.800 Mitarbeiter und 100 Geschäftsstellen sicher. „Fusionsbedingte Geschäftsstellenschließungen wird es nicht geben“, ergänzt Fauth. Auch das lokale Engagement der beiden Kreissparkassen für Kunst, Kultur und soziale Zwecke wird künftig ein wichtiger Fokus bleiben. Der Landrat des Kreises Starnberg und stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende, Karl Roth, spricht nach der Fusion zwischen den Kreissparkassen München und Starnberg im Jahr 2000 aus Erfahrung: „Von der Förderung durch die Sparkassenstiftung bis hin zu Spenden und Sponsoring für kulturelle oder soziale Zwecke – die Kreissparkasse hat ihren öffentlichen Auftrag in unseren Gemeinden seit dem Zusammenschluss immer vorbildlich erfüllt. Ich bin zuversichtlich, dass dies auch nach der Fusion so bleibt.“ Die Landkreise München und Starnberg sowie die Gemeinde Gauting werden 87,6 Prozent, der Landkreis Ebersberg 12,4 Prozent der Anteile am erweiterten Sparkassenzweckverband halten. An der Spitze der neuen Kreissparkasse steht ab 1. Mai ein vierköpfiges Führungsteam. Den Vorstandsvorsitz übernimmt Josef Bittscheidt. Er folgt damit dem bisherigen Vorsitzenden der Kreissparkasse München Starnberg, Anton Hummer, wie geplant ins Amt. An seiner Seite stehen Walter Fichtel, bislang ebenfalls Vorstandsmitglied von München Starnberg sowie die beiden bisherigen Ebersberger Vorstände Peter Waßmann und Andreas Frühschütz. Die Verwaltungsräte beider Kreissparkassen werden bis zu den nächsten Kommunalwahlen im Jahr 2014 gemeinsam im Amt bleiben.

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