6. Peitinger Musiknacht

Für jeden Geschmack etwas dabei

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„Roxx Doxx“ sorgten im Dragoner für Stimmung.

Peiting – Eine Nacht, zwölf Konzerte, zwei Partys und viele begeisterte Zuhörer –das war die 6. Peitinger Musiknacht am vergangenen Samstag. Eröffnet wurde sie um 20 Uhr in der Schloßberghalle. Das Anzapfen eines Fasses Bier war der offizielle Startschuss für eine Nacht voller Musik. Drei Schläge benötigte Altbürgermeister Klement Sesar, dann konnten Sepp Folger und seine Münchner Musikanten (bekannt aus dem Oktoberfestzelt „Fischer Vroni“ „ein Prosit“ anstimmen.

 Wie es sich gehört, durfte Klement Sesar auch dirigieren – den bayerischen Defiliermarsch. In der Schloßberghalle gab es alles, was zu einem bayerischen Abend gehört: Blasmusik, Goaßlschnalzer, Lebkuchenherzerl, Getränke und Essen.

Es war ein abwechslungsreiches Programm, das den Gästen in elf Lokalen im Ortskern von Peiting geboten wurde, kulinarisch –in jeder Gaststätte gab es eine Besonderheit – und natürlich musikalisch. Das kam an. Bei Uli aus Peiting etwa, dem es nicht nur im „Café Central“ gefallen hat, wo die „Beat Bulls“ für beste Stimmung gesorgt haben. Besonders gut fand er, dass so viele unterschiedliche Gruppen zu hören waren und für jeden Musik-Geschmack etwas dabei war.

Im Restaurant „Zum Buchberger“ spielten „Marketa“ und ihr Partner Markus. Zwei Gitarren, zwei Stimmen und zwei Rasseln an den Schuhen der Sängerin: Mit Texten wie „Hey, Mama, rock me“ machten die beiden genau das – sie rockten ihr Publikum. Country, Rock und Pop, das sind ihre Genres. Ebenfalls sehr rockig ging es in der „Kegelbahn“ zu. Dort waren die „Red Cap Cats“ zu hören, drei junge Musiker, die an Gitarre, Bass und Schlagzeug überzeugten und ihr Publikum zum Tanzen brachten.

Insofern es der Platz erlaubte, wurde auch im „Grünen Salon“ getanzt, zum Beispiel zu Csárdás-Klängen und östlichen Melodien. „Šuk Schirim“ sind vier Musiker, die mit Textpassagen wie „die Luft ist frei“ oder „ich hab dir zu viel lieb“ aber auch die sanften Töne trafen.

6. Peitinger Musiknacht - die Bilder

Begeistert von der Musiknacht waren aber nicht nur die Gäste. Monika Pummer, Inhaberin vom „Gasthof Dragoner“ und vom „Xaver“ zeigte sich sehr zufrieden mit dem Abend. Das Publikum war in ihren beiden Lokalen begeistert, zum Teil musste der Besucher-Strom im „Xaver“ sogar eingebremst werden. Die „Roxx Doxx“, die zum zweiten Mal in Folge im Dragoner zu hören waren, sind für das nächste Jahr wieder fest eingeplant.

Michael Pobisch und Mandana brachten als „ Solid Tube“ den Austropop in das Restaurant „Zum Keppeler“, „Dusty Fruitbar“ spielten im „Kapitel 10“, „After Midnight“ im „Overtime“ und „Die Drei Musikertiere“ im „Spix meets M32“.

Der Charme einer solchen Veranstaltung liegt sicher darin, von Gaststätte zu Gaststätte zu ziehen und die vielen verschiedenen Bands und Stilrichtungen zu genießen. Und Petrus hatte es gut gemeint mit den Peitingern, so war zumindest der halbe Abend regenfrei. In der trockenen Zeit saßen auch viele Besucher auf den Bänken am Hauptplatz, lauschten von da aus der Musik und genossen den milden Abend.

Sammeln für die Hochwasseropfer

Da die Peißenberger Bürger dagegen bekanntlich mit dem Wetter in den Tagen zuvor alles andere als Glück gehabt hatten, entschlossen sich die Veranstalter der Musiknacht spontan, für den Nachbarort und die dortigen Hochwasseropfer zu sammeln. Wirte und Besucher beteiligten sich rege an der Sammlung. Das Geld soll nach Auszählung von den Veranstaltern persönlich übergeben werden.

Gegen 24 Uhr gingen die meisten Konzerte in den Gaststätten zu Ende. Es konnte aber dennoch weiter gefeiert werden. Im „Spix meets M32“ bei einer Party mit DJ und in der Schloßberghalle mit der Band „Rigoros“. Auch Familie Schleich aus Peiting hat den bunten Abend genossen, schade fanden sie nur, dass es dank des großen Angebots eigentlich nicht zu schaffen sei, alle Musikgruppen zu hören.

Positive Bilanz

Sehr zufrieden mit der Musiknacht sind auch die Veranstalter Michael Schmid und Thomas Breitenfellner. Michael Schmid zieht eine durchweg positive Bilanz, er geht von rund 1500 Besuchern aus, die in Peiting zu Gast waren. Für die angesichts des regnerischen Wetters schlechten Umstände sei das ein sehr gutes Ergebnis.

Er selbst stand mit „Sepp Folger und seinen Münchner Musikanten“ auf der Bühne –er feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Oktoberfest-Jubiläum in dieser Kapelle- und berichtet, dass er durchwegs positive Rückmeldungen von allen Gastwirten und von den Besuchern bekommen habe, alle Musikgruppen seien sehr gelobt worden. Besonders freut sich Schmid, dass es eine friedliche Veranstaltung und ein schönes Miteinander war.

Der Termin für die nächste Peitinger Musiknacht steht auch schon fest: Es wird der 20. Mai 2017 sein.

Susanne Löw

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