Weilheimer Gymnasium verabschiedet seine Abiturienten feierlich

Eine Reise in eine neue Welt

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Die Jahrgangsbesten und Sonderpreisträger des diesjährigen Abiturs mit Studiendirektor Dieter Monninger, der als langjähriger Vertrauenslehrer den „Preis der Herzen“ von den Schülern bekam. Sonderpreise erhielten Antonia Hager, Carolin Zsigo, Julia Alke, Caroline Csakli, Anna Gagliano, Natasche Jerman, Lena Reitinger, Felix Daiber, Valentin Hörbrand, Maximilian Strutz, Aline Hägl, Ariana Huber, Katharina von der Kaus, Raphael Kratz, Natalie Neumaier, Tobias Richter, Philipp Rother, Maximilian Solfrank, Finn Süberkrüb, Tim Knissel, Corvin Göllnitz, Jenny Pham, Benedikt Trapp, Samira Faghih-Naini und Lennard Mahlstedt.

Weilheim – 185 Schüler traten heuer an zur Abiturprüfung am Gymnasium Weilheim und nur 3,2 Prozent davon schafften es nicht. Am Freitag wurden die Abiturienten mit einem ökumenischen Gottesdienst, der traditionellen Abifeier – moderiert von Studiendirektor Dr. Andreas Daiber – und dem abendlichen Abiturball verabschiedet.

„Warum musste ich mich mit den Einzelmerkmalen des Skeletts einer Maus, mit Konjunktiv II oder Standortfaktoren auseinandersetzen?“ Diese Frage nach dem Sinn der erlernten Fakten, Details, Zahlen, Formeln, Vokabeln, Merksätze, Eselsbrücken und Modelle stellte Oberstudiendirektor Hermann Summer in den Raum. Und er hatte für die Abiturienten natürlich auch eine Antwort parat.

Denn Wissenserwerb sei ein unverzichtbarer Bestandteil des sich im Leben Orientierens und Erwachsenwerdens. „Ohne Wissen bleiben uns Zusammenhänge, Hintergründe, Entwicklungen verschlossen, ist kein vernetztes Denken, kein Einordnen, kein Bezüge-Herstellen, Verstehen-Lernen der eigenen Gegenwart möglich“, so Summer. Als persönliche Empfehlung gab er den Absolventen mit auf den Weg, sich selbst Fehler zuzugestehen und sich Ziele mit Disziplin und Leidenschaft zu setzen. Erfolg stelle sich nur dann ein, wenn man an dem, was man tut Spaß hat, hoch motiviert ist und dadurch auch Niederlagen wegstecken kann.

Die Vorsitzende des Elternbeirats Karin Brüderle wandte sich zunächst an die Eltern, deren Rolle sich nun langsam von der Erziehung hin zur Beratung des Nachwuchses wandelt. Den Abiturienten legte sie ans Herz, sich für die nun bevorstehenden Berufswahl Zeit zu nehmen und herauszufinden, was man selbst will, kann und was einen wirklich interessiert. Und sie versäumte nicht, die hohen menschlichen Qualitäten dieses Abiturjahrgangs hervorzuheben.

Für die Abiturienten ergriffen Anna Gagliano und Paul Schweiger das Wort, an dessen Ausgestaltung auch Tobias Richter mitgewirkt hatte. Sie begrüßten zunächst ganz genderkonform Schüler und Schülerinnen, Eltern und Elterinnen, Opas und Opinnen, Onkels und Onkelinnen und so fort. Ihre Schulzeit beschrieben sie sehr humorvoll als die Therapiephase der an ELITE-Erkrankten, also derer, die Opfer der Erbbaren-Lethalen-Intelligenz-Total-Epidemie im Endstadium sind. Sie mussten mit der verkürzten Behandlungszeit von nur acht Jahren unter anderem mit Nebenwirkungen wie Bulimie-Lernen kämpfen, also Lernstoff auf einmal verschlingen, um ihn dann bei der nächsten Prüfung wieder auszukotzen. „Nichtsdestotrotz sind wir heute hier und haben alle Tests überstanden. Wir werden als geheilt eingestuft und sind bereit, in die Gesellschaft entlassen zu werden.“

Von Bianca R. Heigl

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