Augen auf im Internet - Experten warnen private Nutzer und Betriebe vor Risiken im weltweiten Datentransfer

Konzentriert lauschen die gut 100 Gäste aus der heimischen Wirtschaft und den Schulen den eloquenten Referenten, im Bild Uli Ries (stehend). Foto: Gsöll

Ob beruflich oder privat: Der Klick ins Internet gehört zum Alltag, ist „Mainstream“ geworden. Nachrichten werden in Echtzeit in alle Welt hinaus kommuniziert. Die Möglichkeiten scheinen schier unbegrenzt. Doch Vorsicht: Der weltweite Datentransfer birgt nicht nur Chancen sondern auch gefährliche Risiken.

Der Arbeitskreis Schule-Wirtschaft Weilheim holte am vergangenen Dienstag zwei namhafte Spezialisten in den Sparkassensaal, die das Brennpunktthema „Internet-Kriminalität“ aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchteten. Mitveranstalter dieses aufschlussreichen Vortragsabends war der KREISBOTEN-Verlag. „Man sieht es einem Agenten nicht an, dass er für einen Mitbewerber tätig ist“, warnte Rudolf Proschko vor illegalen Zugriffen auf schützenswertes Know-how in den Betrieben. Proschko leitet beim Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) das Ressort Spionageabwehr und Wirtschaftsschutz. Die präventive Abwehr von Spionage in der Wirtschaft, erklärte Proschko, sei eine „unentgeltliche Kernaufgabe des Staates“. Für einen achtsamen Umgang mit Sozialen Netzwerken im Internet, allen voran Facebook, plädierte der freie Journalist und Buchautor Uli Ries. In seinem kurzweiligen, mit Bildern aufgelockerten Vortrag demonstrierte er, wie schnell unvorsichtiges, leichtgläubiges Kommunizieren über das Internet für den Nutzer ins Auge – beziehungsweise auch ins Geld – gehen kann. Unberechenbare Viren lauern überall im weltweiten Netz und selbst wer dort „zwielichtige Cyberorte“ meidet, dürfe sich keinesfalls in Sicherheit wiegen. „Eine schadhafte Software“, warnte Ries, „fällt nicht auf, aber sie klaut jede Menge Daten.“ Daten, die „böse Angreifer“ aus Russland oder anderswo im Handumdrehen „zu viel Geld machen“. Weitere Berichte zum Thema lesen Sie im KREISBOTEN Weilheim-Murnau vom 2. April.

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