Mehrere hundert Bäuerinnen gönnen sich Auszeit

Tombola und Modenschau

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Fesch: Dirndl-Parade im Foyer der Stadthalle.

Weilheim – Das etwas andere Rahmenprogamm war beim diesjährigen Landfrauentag für den Altlandkreis Weilheim geboten. Denn die Ortsverbände Antdorf, Sindelsdorf, Obersöchering und Penzberg organisierten eine Riesentombola, eine Trachten-Modenschau und einiges mehr.

Im Foyer der Weilheimer Stadthalle war auch mehr geboten als üblich. Mehrere Spezialgeschäfte präsentierten ihre Waren: Dirndl, Mieder und Schürzen gab es da, ein Taschen- und ein Schachtelmacher waren vor Ort. Für die Tombola – es gab 350 Preise zu gewinnen – steuerten circa 80 Firmen Spenden bei. „Die Geschäfte waren alle sehr großzügig“, betonte Marianne Zwink, Ortsbäuerin von Sindelsdorf. Attraktive Gewinne lockten: ein Candle-Light-Dinner im Landgasthof Iffeldorf, eine Kutschenfahrt für zehn Personen in Sindelsdorf sowie ein Essensgutschein über 60 Euro, einlösbar in der Tölzer Schießstätte bei Fernsehköchin Michaela Hager. Die Erlöse von Tombola und Basar kommen der Dorfhelferinstation sowie dem Bäuerlichen Hilfsdienst zugute. Kreisbäuerin Silvia Schlögel zollte den Organisatorinnen Respekt. „Wer schon einmal einen Landfrauentag vorbereitet hat weiß wie viel Arbeit das ist.“ Kurz vor den Kommunalwahlen war ein Großaufgebot an Politikern vor Ort. Sie wurden nach guten Vorsätzen für die Fastenzeit gefragt, mit wem sie am liebsten durch den Landkreis wandern würden, was sie zur Kandidatur bewegte oder auch was sie vom Bauernverbands-Slogan „Landwirt-schaf(f)t Heimat“ halten. Die Bäuerinnen erfuhren, dass Landrat Dr. Friedrich Zeller, als er ein Bub war, ganz gern Skilehrer geworden wäre, MdL Harald Kühn Bergführer und der Weilheimer Bürgermeister Markus Loth Bauer. Auch Wolfgang Scholz, Kreisobmann des Bauernverbands, verriet seinen einstigen Berufswunsch: Er wollte als kleiner Junge Bundeskanzler Willy Brandt werden. 

Die Aktivitäten der Landfrauen waren wieder breit gefächert. Landtagskandidaten wurden zur Stallarbeit eingeladen, der Milchweglauf wurde zum zweiten Mal organisiert, in Weilheim trafen sich Landfrauenchöre aus ganz Oberbayern und einen Fotowettbewerb zum Thema „Heit no Bäuerin sein“ zogen die Landfrauen durch. Eine Abordnung war auf der Grünen Woche in Berlin. Den Festvortrag hielt MdL Ulrike Müller. Ihr Thema: „Miteinander auf dem Weg“. Dabei ermunterte sie die Bäuerinnen, über Wünsche und Ziele offen zu sprechen. „Denn wenn sie ihre Wünsche nicht äußern, können sie nicht erwarten, dass sie erfüllt werden.“

Von Ola

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