Bäume fällen für den Sieg – Angehende Landwirte beweisen ihr Können bei Wettbewerb am Narbonner Ring

Theresa Singer bewies, dass auch Frauen mit Kettensägen umgehen können. Sie ergatterte den 8. Platz. Foto: Gnadl

„Achtung!“ hallte es vergangenen Donnerstag nahezu minütlich durch den Wald am Narbonner Ring. Dort sägten und fällten 44 angehende Landwirte und eine angehende Landwirtin beim Forstlichen Wettbewerb einen Baumstamm nach dem anderen.

Schwitzende Körper, Benzingeruch und Maschinenlärm. Schon von fern war klar, dass am Tennisheim an diesem Tag kein Tennis gespielt wurde. In verschiedenen Disziplinen mussten die Auszubildenden beim Forstlichen Wettbewerb ihr Wissen über den Wald und ihr praktisches Können darin beweisen. Im Theorietest galt es, Bäume, Pflanzen und Fraßbilder von Ungeziefer zu erkennen und Fragen zur Waldwirtschaft zu beantworten. Im Praxisteil mussten die Teilnehmer auf einer Strecke von 15 Metern Pflanzen möglichst gerade und ausreichend tief setzen. Bei Fallkerben und Fällschnitt ging es an die Kettensägen. Dass sie Bäume präzise und sicher fällen können, durften die jungen Leute an diesen Stationen zeigen. Beim Präzisions- und Kombinationsschnitt war vor allem Genauigkeit beim Sägen am Stamm gefragt. Die Krux bei allen Disziplinen: die Einhaltung der engen Zeitvorgaben, um keine unnötigen Strafpunkte zu kassieren. Als einzige Frau traute sich Theresa Singer ans schwere Gerät. Damit, sich unter der Überzahl an männlichen Kollegen durchzusetzen, hatte sie aber keinerlei Probleme. „Man muss sich halt behaupten“, so die Hofheimerin. „A bissl Dratzn gehört da natürlich dazu.“ Gefallen hat es der 19-Jährigen auf jeden Fall: „Auf jedem Wettbewerb lernt man etwas dazu, da ist es nicht so wichtig, ob man gewinnt. Hauptsache, es macht Spaß.“ Die meisten Mitstreiter ließ sie dennoch hinter sich und erreichte Platz 8. Für sich entscheiden konnten den Wettbewerb schließlich Klaus Bernwieser aus Wackersberg, Johann Hohenadl aus Bad Wiessee und Alois Riedenauer aus Holzkirchen. Der beste Weilheimer: Sebastian Berghaus-Schmidt auf Platz fünf.

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