Wettbewerb in vier Landkreisen

Schönste Bauernwiese gesucht

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Präsentieren den Wettbewerb v. li.: Dr. Gisbert Kuhn (LfL), Marion Ruppaner (BN), Landschaftsplanerin Inge Steidl Inge Steidl, Klaus Klupak (AELF), Achim Rücker (BN) und Lucia Egner (BDM).

Weilheim – Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und der Bund Naturschutz in Bayern (BN) suchen die schönste Bauernwiese zwischen Lech und Isar. Interessierte Landwirte können sich bis Mitte April bewerben.

Der Wettbewerb findet erstmals in Oberbayern statt. Mitmachen können Bauern aus den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Weilheim-Schongau, Starnberg und Landsberg am Lech. Auch Weidegemeinschaften beziehungsweise -genossenschaften dürfen sich angesprochen fühlen. Hobbybetriebe können sich nicht beteiligen. Auch Almen bleiben außen vor. 

Die Wiese sollte blüten- und artenreich sein und mindestens ein Tagwerk groß. Das Mähgut sollte zudem landwirtschaftlich genutzt werden. Der Wettbewerbsablauf sowie die Hintergründe waren kürzlich bei einem Pressetermin im Weilheimer Landwirtschaftsamt zu erfahren. 

„Reich blühende Wiesen, die einmal bis höchstens dreimal im Jahr gemäht werden, und artenreiche Viehweiden zählen zu den landschaftlichen Attraktionen des Alpenvorlandes“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Leider sind die charakteristischen Glatthafer- und Goldhaferwiesen, Bergwiesen und Magerweiden, die das Bild der großen Feucht- und Moorgebiete prägen, heute stark gefährdet.“ Niedrige Milchpreise, die Bevorzugung flächenstarker Ackerbaubetriebe bei der EU-Agrarförderung und der Einstieg vieler Betriebe in die Biogasproduktion hätten nicht nur zu einer Intensivierung der Wiesennutzung, sondern auch zum Verlust zahlloser Flächen geführt. 

 „Unsere Wiesenmeisterschaft soll zeigen, dass auch extensiv genutzte Wiesen und Weiden in ein betriebswirtschaftliches Gesamtkonzept integriert werden können“, sagte Marion Ruppaner, BN-Referentin für Landwirtschaft. „Es geht darum, dass wir das Grünland generell aufwerten wollen.“ Sie verwies darauf, dass in den vergangenen sieben Jahren in den vier Landkreisen vier Prozent verloren gegangen seien. Blühende Standorte seien eine Visitenkarte für die Region und wichtig für den Tourismus. Gesucht würden Landwirte, „die es schaffen, Ökologie und Ökonomie zusammenzubringen“, betonte Dr. Gisbert Kuhn vom Institut für Agrarökologie der LfL. Klaus Klupak, der stellvertretende Leiter des Landwirtschaftsamtes in Weilheim, bemerkte freilich, dass es im Amtsgebiet vor allem „gräserbetonte Grünlandbestände gibt, die hier nicht in Frage kommen“. Extensiv bewirtschaftete Wiesen seien „nicht sehr verbreitet“. 

 Interessenten können sich bis 15. April bei der LfL (Institut für Agrarökologie, Fax 08161/ 715799) oder im Internet unter www.LfL.bayern.de bewerben. Dabei sollte der Landwirt Flächengröße, Gemarkungsnamen, Flurnummer sowie Art der Bewirtschaftung (Wiesen/Wei- de) und Schnitthäufigkeit nennen. Erwünscht sind auch Angaben wie eine besonders schöne Lage oder spezielle Artenvorkommen. Ab zirka 10. Mai werden die Flächen von einer Gutachterin besichtigt und bewertet, wobei die Daten vertraulich bleiben. Diesen Part übernimmt Landschaftsplanerin Inge Steidl. Die endgültige Auswahl der fünf besten Wiesen trifft dann eine Jury bei einer Rundfahrt, die für Anfang Juni geplant ist. Es winken Preise. Die „Wiesenmeister“ werden am 26. Juni in Benediktbeuren prämiert.

 Zielgebiet des vorjährigen Wettbewerbs war der Naturpark Frankenwald. Laut Dr. Gisbert Kuhn vom Institut für Agrarökologie der LfL wurden in den vergangenen vier Jahren sehr positive Erfahrungen mit der Wiesenmeisterschaft in anderen Naturräumen Bayerns gemacht. Für den Wettbewerb werden nicht nur naturschutzfachliche Kriterien berücksichtigt, wie die Artenvielfalt auf den Wiesen und Weiden, sondern auch landwirtschaftliche Kriterien, wie der Ertrag und die Verwertung des Mähgutes im landwirtschaftlichen Betrieb. Auf die Wiesenmeister 2013 aus Weilheim-Schongau, Starnberg, Bad Tölz-Wolfratshausen und Landsberg warten attraktive Gewinne, wie Gutscheine für ein Wochenende in einem Bio-Hotel, Konzertkarten und Bücherpreise.

Von ola/Kreisbote

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