"Begegnung der Kulturen" – Delegation aus Tansania zu Besuch in Weilheim

Mit einem afrikanischen Lied, das für Gänsehaut sorgte, bedankten sich die Jugendlichen im Gesundheitsamt für die Gastfreundschaft. Foto: Gnadl

– Das Müllsystem hierzulande fasziniert Aza aus Tansania. Ebenso das Zeitmanagement der Deutschen. Der geregelte Straßenverkehr beeindruckt Tikwa. Die beiden jungen Männer aus Afrika sind momentan mit sechs weiteren Jugendlichen und zwei Pastoren zu Besuch im Landkreis. Am Dienstag diskutierten sie im Gesundheitsamt über die Themen HIV und AIDS.

Eine „Jugendpolitische Begegnungsmaßnahme“, ist der Besuch im Landkreis offiziell. Doch es steckt mehr dahinter: Die „Begegnung der Kulturen“ liegt Diakonin Ilona Schuhmacher besonders am Herzen. 2000 begann das Kooperationsprojekt von Gesundheitsamt und evangelischer Kirche mit der Aktion „AIDS in Tansania“. Neben dem ökumenischen Austausch wird seither in der ostafrikanischen Partnergemeinde beispielsweise auch ein Krankenhaus in Muungano unterstützt. Maßgeblich an der Spendensammlung beteiligt ist Gabi Zeitler Schygulla, Lehrerin an der Peißenberger Mittelschule, die sich seit vielen Jahren mit ihren Schulklassen für den Kampf gegen AIDS einsetzt. Die Situation in Tansania habe sich bereits deutlich verbessert, freut sich die Pädagogin. Es gäbe mehr Aufklärungsangebote und kostenlose HIV-Tests sowie kostenlose medikamentöse Behandlungen. „Es ist kein Problem mehr, sondern vor allem eine Herausforderung“, sagt Aza. Was in Afrika vor einem Jahrzehnt noch als Katastrophe eingeschätzt worden sei, werde heute aktiv wahrgenommen. Schuhmann hofft, dass in den nächsten Jahren weitere Fortschritte erzielt werden. „Es gibt viel Grund zur Hoffnung“, schätzt die Diakonin das bisher Erreichte ein.

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