Neue Attraktion in Peißenberg

Erlebnisbergwerk mit Grubenbahn

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Jungfernfahrt mit der Grubenbahn: (von vorne) Altbürgermeister Hermann Schnitzer, der die Idee für das Erlebnisbergwerk entwickelte, Bürgermeisterin Manuela Vanni, Vize-Rathauschefin Sandra Rößle, Ex-Landrat Dr. Friedrich Zeller, Dr. Ingo Krüger (Bayerischer Sparkassenverband) und Markus Lanz (Jubiläumsstiftung).

Peißenberg – „Frei Fahrt“ für die knapp 100 Meter lange Grubenbahn heißt es seit letztem Wochenende am Peißenberger Tiefstollen. Im Rahmen einer feierlichen Eröffnung wurde das neugestaltete Erlebnisbergwerk in Betrieb genommen.

Der Stolz war den Bergbaumuseumsfreunden und Mitgliedern des örtlichen Knappenvereins anzusehen. Zusammen mit ihren Kameraden aus Penzberg, Hausham und dem Leitzachtal standen sie bei der kirchlichen Einweihung vor der dem Grubeneingang Spalier. Das Steigerlied wurde gesungen und der Festansprache von Bürgermeisterin Manuela Vanni gelauscht. 

„Peißenberg hat eine neue Attraktion“, stellte die Rathauschefin unter anderem fest. Das Erlebnisbergwerk, in dessen Bau rund 80 000 Euro und etwa 1 300 ehrenamtliche Arbeitsstunden investiert wurden, sei ein „touristisches Highlight“ und ein realistisches Abbild der Arbeit unter Tage. „Die Bergbautradition ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Geschichte. Es ist wichtig, dass wir sie den nächsten Generationen weitergeben“, so Vanni, die nach ihrer Rede mit den Ehrengästen zur Jungfernfahrt in den Tiefstollen aufbrach.

Das Erlebnisbergwerk bietet seinen Besuchern Sprengsimulationen, typische Grubengeräusche und per Lautsprecher Informationen rund um den Bergbau. Außerdem können die Stollenwände noch in ihrem ursprünglichen, bergmännisch bearbeiteten Zustand betrachtet werden. 

Ex-Landrat Dr. Friedrich Zeller war von der Grubenfahrt mit der knallgelben Bockerlbahn begeistert: „Das ist eine tolle Sache und touristisch eine ganz wichtige Einrichtung“, so Zeller, der den Tourismusverband und die regionale Aktionsgruppe „Auerbergland-Pfaffenwinkel“ vertrat. Letztere beschaffte EU-Mittel zur Finanzierung der Umbaukosten: „Also nicht nur immer auf die EU schimpfen, sondern auch loben“, sagte Zeller. 

Ebenfalls Zuschussgelder für das Erlebnisbergwerk flossen von der Bayerischen Sparkassenstiftung und der Jubiläumsstiftung der Vereinigten Sparkasse Weilheim. „Es ist eine schwierige Gratwanderung, Altes mit modernen Mitteln lebendig zu halten. In Peißenberg wurde das hervorragend gemeistert“, lobte Sparkassenvorstand Markus Lanz.

Von Bernhard Jepsen

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