Der Berufswahl ein Stück näher gerückt - 1 800 Besucher erkunden auf 8. Jobmesse regionalen Ausbildungsmarkt

Wer sagt denn, dass Kaminkehrer kein Beruf für Frauen ist? Peter Würschl von der Kaminkehrerinnung München klärt zwei Besucherinnen über die Besonderheiten seines Berufes auf. Foto: Hofstetter

„Auch die Bahn bildet Elektroniker aus“, staunt Beate Strauß. Mit Sohn Roman, einem Achtklässler, sammelt sie auf der Job-Messe Ideen für dessen Berufswahl, „auf die wir sonst nicht gekommen wären“.

Für die beiden Rottenbucher hat sich die Fahrt nach Weilheim „auf alle Fälle gelohnt“. Vier Stunden lang waren am vergangenen Mittwoch 62 Aussteller Ansprechpartner für wissbegierige Jugendliche. Anstatt in großen Schülerpulks durch die Stadthalle zu schlendern, kamen sie diesmal in Begleitung ihrer Eltern. An die 1 800 Besucher sollen es gewesen sein, zieht Justina Eibl gegen 18 Uhr Bilanz. Die „qualitativ guten Gespräche“, dicht umlagerten Stände und der „Mix an Berufsfeldern“ bestätigen ihr, dass die 8. Job-Messe Erfolgsgeschichte schreibt. Auch neue Aussteller, so die Leiterin der Stabsstelle Wirtschaftsförderung am Landratsamt, konnten wieder gewonnen werden, darunter eine Sprachschule für ein Auslandsschuljahr. Einige Aussteller monierten Zeitüberschneidungen mit Berufsberatungsterminen in den Schulen. Ein Schwachpunkt, den Eibl auch in der fehlenden Kooperation mit den Schulen begründet sieht: „Wir müssen uns überlegen, wo wir die Beratung künftig durchführen.“ Beim Rundgang fällt ein rotes Plakat auf. Freie Lehrstellen zum Industriemechaniker werden darauf „für dieses Jahr“ angeboten. „Das gab es noch nie. Der demografische Wandel schlägt sich durch. Es gibt noch viele freie Stellen“, bemerkt Eibl. Roman aus Rottenbuch kann von dem reichen Ausbildungsangebot nur profitieren. „Elektroniker, das würd´ mich schon interessieren“, sagt er, bevor er sich gut informiert auf den Heimweg macht. Organisiert haben die Infomesse zur Berufswahl das Veranstalterteam um den Landkreis Weilheim-Schongau, die Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer sowie der Arbeitskreis Schule-Wirtschaft.

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