Messe in Weilheim soll Bürger über Fortbildungsangebote im Landkreis informieren

Bildung transparent machen

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Am 6. Juli wird die Weilheimer Stadthalle zu einem zentralen Treffpunkt für alle Bildungsinteressierten. Über Ablauf, Aussteller und Themenbereiche informierten v. li. Robert Christian Mayer (AK „Schule-Wirtschaft/Sparkasse), Justina Eibl (Landratsamt), Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Klaus Hofbauer (IHK).

Weilheim/Landkreis – Wissen veraltet in unserer digitalen Welt besonders schnell und muss ständig durch neues ersetzt und ergänzt werden. Wie sieht eine zukunftsorientierte Bildung aus? Welche Möglichkeiten gibt es in der Region und wer bietet sie an? Antworten auf diese Fragen gibt es hierzu am Mittwoch, 6. Juli, in Weilheim. Dort finden in der Stadthalle erstmals ein „Bildungsgipfel“ und eine „Bildungsmesse“ statt.

Landrätin Andrea Jochner-Weiß misst dem Pilotprojekt große Bedeutung zu. Bildung sei ein „ganz wichtiger Standortfaktor“ und in der Kreisentwicklung ein „Schlüsselthema“, gab sie am Freitag bei einem Pressegespräch zu verstehen. Nachdem die Ausstellungsfläche auf der Jobmesse stets schnell ausgereizt war, hat die Wirtschaftsförderung des Landkreises einen eigenen „Bildungsgipfel“ ins Auge gefasst. Unterstützt wird die Initiative vom Arbeitskreis „Schule-Wirtschaft“, der IHK für München und Oberbayern, der Kreishandwerkerschaft Oberland und den Vereinigten Sparkassen Weilheim.

Bei den Ausstellern haben die Organisatoren mit ihrer Idee offene Türen eingerannt: Nach einer Woche hatten sich bei Justina Eibl von der Kreisentwicklung/Wirtschaftsförderung im Landratsamt bereits 53 Teilnehmer gemeldet. „Neben regionalen Bildungsanbietern konnten wir auch Hochschulen mit ins Boot holen“, freute sich Eibl. Die Themenfelder spannen sich von der Kinderbetreuung über Schulen, Nachhilfe, berufliche Weiterbildung, Erwachsenenbildung bis hin zu speziellen Angeboten für Senioren. Die nahen Fachhochschulen in München und Kempten sowie die LMU München werden ebenfalls vertreten sein.

„Man lernt nie aus“, griff Robert Mayer vom Arbeitskreis „Schule-Wirtschaft“ bei dem Pressegespräch auf ein altes Sprichwort zurück. Während man früher „mit dem im Studium Erlernten um die Runden gekommen“ sei, stelle die Gesellschaft heute hohe Anforderungen an jeden einzelnen und setze Aufgeschlossenheit für ein lebenslanges Lernen voraus.

Bildung transparent machen, die Arbeitskräfte am Standort halten und ihnen Perspektiven nach der Ausbildung aufzeigen, nannte Klaus Hofbauer als wichtige Anliegen. „Die Bildungsmesse ist eine Notwendigkeit. Warum haben wir sie nicht schon längst umgesetzt?“, forderte der IHK-Vertreter zum Handeln auf.

„Lernen mit Perspektive“ 2003 wurde im Landkreis die Initiative „Lernen mit Perspektive“ ins Leben gerufen. Mit dem Thema befasste Akteure diskutierten Fragen rund um die Aus- und Weiterbildung. Sie durchleuchteten den Standort und erarbeiteten Strategien für die Zukunft. Die Ergebnisse werden auf dem „Bildungsgipfel“ präsentiert.

„Bildungsportal Oberland“ Als eines der ersten Angebote wird bei der Premierenveranstaltung in Weilheim das „Bildungsportal Oberland“ aus der Taufe gehoben. Auf einer elektronischen Plattform werden auf diesem Portal die Bildungsangebote sämtlicher Anbieter in den Landkreisen Weilheim-Schongau und Bad Tölz- Wolfratshausen abrufbar sein. „Die Bildungsanbieter können sich darin kostenlos präsentieren“, erklärte Eibl.

Allianzen schaffen Ein Ziel des ersten Weilheimer „Bildungsgipfels“ ist, sich den Herausforderungen an die Bildung künftig in einer Art Allianz gemeinsam zu stellen und damit das Profil des Landkreises zu stärken. Die „Bildungsmesse“ spricht alle an: Schüler, Eltern, Berufstätige...

Finanziert wird die Messe von den Veranstaltern, es werden weder Stand- noch Eintrittsgebühren erhoben.

Von Maria Hofstetter

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