Black Diamonds feiern besonderes Jubiläum

Seit 50 Jahren gemeinsam auf der Bühne

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Machen seit einem halben Jahrhundert gemeinsam Musik: Helmut Schmid (li.) und Werner Ott, besser bekannt als die „Black Diamonds“.

Peiting – 1966 wird Kurt Georg Kiesinger Bundeskanzler, gewinnt England dank Wembley-Tor das WM-Finale gegen Deutschland und John Lennon hält die Beatles für populärer als Jesus. Im gleichen Jahr stehen im Landkreis erstmals die „Black Diamonds“ auf der Bühne. 50 Jahre später sind die Pilzköpfe längst Geschichte, die „schwarzen Diamanten“ dagegen bringen ihr Publikum immer noch zum Tanzen. Am Samstag feiern Helmut Schmid (69) und Werner Ott (68) ihr großes Jubiläum in der Bräuwastlhalle in Peißenberg.

Wer die Fotos von früher mit heute vergleicht, der stellt überrascht fest: Die Jahre scheinen erstaunlich wenig Spuren hinterlassen zu haben an Werner Ott und Helmut Schmid. Nun gut, das Haar ist heller geworden und nicht mehr ganz so dicht wie einst, und natürlich ist die ein oder andere Falte hinzugekommen. Doch der Schalk blitzt dem Duo immer noch aus den Augen. „Musik muss Spaß machen, wenn man so lange spielt wie wir“, sagt Helmut Schmid. 50 Jahre gemeinsam auf der Bühne zu stehen, ist in der schnelllebigen Musikbranche tatsächlich eher außergewöhnlich. Nur wenige Bands bleiben sich über eine so lange Zeit treu – wenngleich auch die Black Diamonds natürlich längst nicht mehr in der Orginalbesetzung spielen.

Mit Helmut Schmid, Max Geiger, Michael Klotz und Sepp Vogel waren es vier Musiker, die sich Anfang 1966 entschlossen, gemeinsam eine Tanzband zu gründen. Weil einige der Mitglieder im Bergbau beschäftigt waren, war der Name schnell gefunden. Schon nach kurzer Zeit jedoch verließ Kotz die Gruppe wieder, ihn ersetzte Werner Ott. Der Aufstieg zu einer der bekanntesten Landkreis-Bands begann. Es verging kaum ein Wochenende, an denen die Black Diamonds nicht die Tanzlokale zum Beben brachten. „Wir haben oft an drei Tagen hintereinander gespielt“, erinnert sich Schmid, dessen außergewöhnliche Stimme schnell zum Markenzeichen wurde.

23 Jahre tourte die Band zu viert von Auftritt zu Auftritt, zwischendurch wechselte der Bassist und zweimal der Schlagzeuger. Dann war der Punkt erreicht, wo es zusammen nicht mehr weiterging. Aus dem Quartett wurde ein Duo. Der Erfolg blieb. Der Name Black Diamonds sorgt auch heute noch vor volle Säle. Viele Anhänger sind mit Schmid und Ott alt geworden, doch auch bei den Jüngeren kommt der Mix aus Oldies, Schlager, Country und Rock gut an.

Anekdoten würden Bücher füllen

Natürlich haben die beiden Musiker in den vergangenen fünf Jahrzehnten viel erlebt. „Wir könnten mit Anekdoten ganze Bücher füllen“, sagt Ott lachend. Besonders gern erinnern sie sich an ihre Auftritte auf den Kreuzfahrtschiffen wie der als Traumschiff bekannten MS Astor. Oder an die gemeinsamen Konzerte mit Größen wie Rex Gildo, Middle of the Road oder Boney M.

Heute lassen es die zwei Musiker, die beide in Peiting leben, ein bisschen ruhiger angehen. Nur noch 40 Auftritte stehen pro Jahr in ihrem Terminkalender, doch auch so sind sie fast jedes Wochenende unterwegs in Sachen Musik. Das Erfolgsgeheimnis ihrer langen Beziehung? „Sympathie. Wir sind keine Zweckgemeinschaft, sonst würde das nicht funktionieren“, sagt Schmid. Dass die zwei immer noch mit Spaß und voller Leidenschaft bei der Sache sind, lässt sich am kommenden Samstag live erleben: Dann feiern die Black Diamonds in der Bäuwastlhalle ihr 50-jähriges Jubiläum.

Christoph Peters

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