Breitbandausbau in Hohenfurch

Im ganzen Ort schnell surfen

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Ralf Niepel (Telekom), Bürgermeister Guntram Vogelsgesang und Klaus Strauß (Telekom) bei der Vertragsunterzeichnung.

Hohenfurch – Im Ortszentrum von Hohenfurch ist schnelles Internet schon seit längerem verfügbar. Jetzt werden auch die Randlagen aufgerüstet. Am Dienstag unterzeichnete Bürgermeister Guntram Vogelsgesang einen entsprechenden Vertrag mit der Deutschen Telekom, die die Ausschreibung für den Ausbau des Breitbandnetzes gewonnen hatte.

Rund sechs Kilometer Glasfaserkabel wird die Telekom in den nächsten Monaten verlegen und dazu zwei neue Multifunktionsgehäuse aufstellen, um 128 weitere Haushalte per VDSL mit einer Anschlussgeschwindigkeit von bis zu 50 Mbit/s zu versorgen. Das Gebiet umfasst vor allem die Randlagen an der Schafhalde und im Bereich Birkenau. Die Technik, die die Telekom in ihren Vermittlungsstellen verbaut, ist laut Ralf Niepel, dem kommunalen Ansprechpartner des Unternehmens für den Netzausbau in Oberbayern, bereits Vectoring-tauglich. Damit wären schon heute Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s übers Kupferkabel möglich. „Im Prinzip müssten wir nur den Schalter umlegen, aber die EU-Förderrichtlinien lassen das noch nicht zu.“

Dass die Zukunft nicht Kupfer, sondern Glasfaser heißt, weiß auch Niepel. Bereits jetzt in den Genuss eines FTTH-Anschlusses, bei dem Glasfaser bis ins Haus gelegt wird, kommen im Rahmen des Ausbaukonzepts acht Gebäude am Lech. Diese Sonderlösung sei nötig gewesen, um diese aufgrund ihrer Lage überhaupt mit schnellem Internet versorgen zu können, erklärte Vogelsgesang. Die Eigentümer der Häuser werden direkt von der Telekom kontaktiert. Sie müssen der Maßnahme zustimmen. Auch im geplanten Baugebiet Moosfeld werde aller Voraussicht nach FTTH zum Zug kommen, verriet der Bürgermeister.

Die Kosten für den Ausbau betragen insgesamt 201 000 Euro. 156 000 Euro übernimmt der Freistaat, den restlichen Betrag muss die Gemeinde stemmen. Für Vogelsgesang ist das allerdings gut investiertes Geld. „Für Arbeitnehmer mit Home Office, Selbständige und unsere Unternehmen bringt höheres Tempo enorme Vorteile. Schnelles Internet ist ein wichtiger Standortvorteil“, betonte der Gemeindechef.

Nach der Vertragsunterzeichnung beginnen jetzt die Feinplanungen für den Ausbau. Sobald alle Kabel verlegt und die Straßenverteiler aufgestellt sind, erfolgt der Anschluss an das Telekom-Netz. Buchbar, so die Schätzung, dürften die neuen Anschluss dann in einem Jahr sein.

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