Bauwerk an der Sperbersau wird abgerissen

Aus für die Brücke ins Nichts

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Alles andere als ein schöner Anblick: Die nicht mehr genutzte Brücke an der Sperbersau. Jetzt soll sie abgerissen werden.

Schongau – Einen Zweck erfüllt die Brücke, die den Fußweg Sperbersau überspannt, schon lange nicht mehr. Bald hat sie endgültig ausgedient: In seiner jüngsten Sitzung hat der Bauausschuss den Abriss des altersschwachen Bauwerks beschlossen.

Im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler stehen sie oft als Sinnbild von Steuergeldverschwendung. Falsch geplante Brücken, die mitten im Nirgendwo stehen und keinen Zweck erfüllen. So eine Brücke ins Nichts findet man auch in Schongau. Seit Jahren ist das Bauwerk, das den Fußweg Sperbersau überspannt, von niemanden mehr benutzt worden. Ihre Zugänge sind auf beiden Seiten mit Gittern und Nato-Draht verrammelt.

Ihr Bau – hier muss man die Stadt in Schutz nehmen – war allerdings keine Verschwendung von Steuergeldern, denn sie erfüllte einst tatsächlich einen Zweck. Allerdings liegt diese Zeit schon eine ganze Weile zurück. Weil im alten Freibad mit seinem 50-Meter-Becken die Liegeflächen in Spitzenzeiten nicht ausreichten, wurde die Schärflshalde als Erweiterung genutzt. Die Brücke war quasi das verbindende Glied. Mit dem Neubau des Plantsch verschwand das große Becken und auch der Bedarf an der erweiterten Liegefläche. Die Brücke geriet in Vergessenheit.

Mit dem Bau des Bikeparks auf der Schärfslhalde rückte das Bauwerk bei der Stadt plötzlich wieder in den Fokus. So fiel auf, dass die Brücke gar nicht von der Bauwerksüberwachung erfasst war, weshalb das Thema jetzt im Bauausschuss landete Dort ging es um die Zukunft des in die Jahre gekommenen Bauwerks. Akut bestehe zwar kein Handlungsbedarf, erklärte Bauamtsmitarbeiter Martin Blockhaus, doch in fünf bis zehn Jahren müsse man spätestens mit Sanierungsmaßnahmen rechnen.

Da es allerdings keinen Sinn mache, eine Brücke instand zu setzen, die nicht mehr benutzt würde, riet Blockhaus zu einem Rückbau. Mit Plantsch-Leiter Andreas Kosian hatte der Bauamtsmitarbeiter bereits Rücksprache gehalten. Diesem sei die Brücke schon lange ein Dorn im Auge, berichtete er, man habe für sie keine Verwendung mehr. Ein Rückbau hätte zudem den Vorteil, dass die Höhenbeschränkung für den Weg wegfalle und damit die Zufahrt zum Bikepark erleichtert würde, wies Blockhaus hin. Die Kosten bezifferte er auf rund 7000 Euro.

Im Gremium war man sich schnell einig, dass nur ein Rückbau Sinn macht. Die Entscheidung für den Abbruch fiel einstimmig.

Christoph Peters

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