300 auf der Bühne und 30 dahinter

Tausende Besucher strömten wieder zum Volksfestplatz, um Teile des dreitägigen Kulturfestivals „WeilKult“ live zu verfolgen.

Kinder und Jugendliche durften den Eselsführerschein machen, Hip-Hop tanzen und Vorstellungen im Theaterzelt ansehen. Die Erwachsenen lauschten den Klängen der Bands, besuchten die Ausstellung von zehn Künstlern in der Stadthalle, ließen sich im großen Biergarten mit Speisen rund um den Globus kulinarisch verwöhnen. Am Eingang duftete es herrlich nach Räucherstäbchen und frischem Espresso, beim Rundgang durchs Gelände mischte sich ein Hauch von Curry und frisch gegrilltem Fleisch darunter. Während die einen zusammen saßen und schlemmten, hielten die anderen an 40 Ständen nach Interessantem Ausschau – nach Bionade-Ohrringen, „Bavarian Boardshorts“ mit weiß-blauem Rautenmuster oder modischem Haarschmuck. Alle Sinne wurden bei „WeilKult“ angesprochen. Neben Augen, Mund und Nase wurden die Ohren verwöhnt. Auf zwei Bühnen boten 20 Bands mit insgesamt 300 Künstlern an drei Tagen Abwechslung. Ein brillantes Feuerwerk läutete das Ende des fünften „WeilKult“ ein. Obwohl das Wetter den Veranstaltern Thomas Zaska und Helmut Vasak-Wienchol am Freitag einen Strich durch die Rechnung machte, fiel die Bilanz nach dem dreitägigen Kulturfestival positiv aus. „Zahlreiche positive Rückmeldungen“ seitens der Besucher nehmen die Veranstalter in die Pflicht, das Spektakel 2009 wieder durchzuführen. „Es war ein sehr angenehmes, schönes Kulturfestival“, so Vasak-Wienchol. Am meisten Besucher kamen am Sonntag, als noch einmal zahlreiche Höhepunkte auf die Besucher warteten. Eng gedrängt standen die Gäste beim Auftritt der Weilheimer Akrobatikgruppe „Vaganti & Tabarin“, nachdem „The Marbles“ mit Coversongs ihr zehnjähriges Bühnenjubiläum feierten und in der Stadthalle Susanne Funke über Politiker mit weißer Weste und Schweizer Konto herzog. / rue Groß war die Freude bei der Peißenberger Nachwuchskünstlerin Susanne Dirschowski, die die „WeilKult“-Besucher zur Gewinnerin des „WeilKult Kunst-Förderpreises“ nominierten. Rund 300 Gäste stimmten ab, freute sich Wasak-Wienchol. Der „WeilKult Musik-Förderpreis“ ging an die Weilheimer Rockband „Finally Deaf“. Obwohl sich die Privatveranstalter eine risikofreiere Planung durch Sponsoren oder Fördergelder wünschen, schließlich könnte das Festival durch Dauerregen für immer aus dem Weilheimer Veranstaltungskalender verschwinden, sind sie sehr froh über die Unterstützung seitens der Stadt, der Firmen und der rund 30 ehrenamtlichen Helfer.

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