Steuerkraft pro Einwohner liegt in Raisting über dem Landesdurchschnitt

Auch 2015 schuldenfrei

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Rührende Minuten: Zwei Flüchtlingskinder bedanken sich bei Bürgermeister Martin Höck und den „Roaschtingern“ für die freundliche Aufnahme.

Raisting – Die Gemeinde Raisting blieb auch 2015 schuldenfrei. Dafür gab es bei der Bürgerversammlung im gut besetzten Saal des Gasthofs Zur Post Beifall für Kämmerin Manuela Braune und Bürgermeister Martin Höck. Beide gaben einen ausführlichen Rückblick auf das alte Jahr und einen Ausblick auf den Haushaltsplan 2016 und bereits beschlossene sowie geplante Aktivitäten. Interessierte Zuhörerin war Landrätin Andrea Jochner-Weiß, die immer wieder gerne nach Raisting kommt, wie sie betonte.

Zum „Aufwärmen“ für die Präsentation der Kämmerin gab Höck ein paar aktuelle Zahlen bekannt. So beträgt die Einwohnerzahl von Raisting derzeit 2 247. Es gab im abgelaufenen Jahr 14 Sterbefälle, aber erfreuliche 28 Geburten. 14 Ehen wurden geschlossen und elf Goldene Hochzeiten gefeiert. „Wir sind eine lebendige Gemeinde, in der man gerne lebt und zusammenhält“, freute sich der Bürgermeister und übergab an Manuela Braune.

Der Gesamthaushalt 2015 betrug an Einnahmen und Ausgaben 6,63 Mio. Euro, was einem Plus von 8,08 Prozent entspricht. Wichtige Einnahmen im Verwaltungshaushalt waren die Einkommensteuer mit 1,25 Mio. Euro, die Gewerbesteuer mit 929 630 Euro und die Grundsteuern mit 299 863 Euro. Bei den Ausgaben im Verwaltungshaushalt entfielen 743 635 Euro an Personalkosten und 623 379 Euro an Verwaltungs- und Betriebsausgaben. Die Gewerbesteuerumlage betrug 163 623 und die Kreisumlage 971 522 Euro. An den Vermögenshaushalt der Gemeinde konnten 736 161 Euro zugeführt werden. Die Steuerkraft pro Einwohner lag per 31. Dezember 2015 bei 706 Euro, was 46 Euro über dem Landesdurchschnitt liegt.

Fazit dieser und vieler anderer Berechnungen und Bilanzen: Raisting blieb auch im Jahr 2015 schuldenfrei und der Stand der allgemeinen Rücklagen beträgt 951 655 Euro. Das komplette umfangreiche Zahlenwerk können die Raistinger auf der Webseite der Gemeinde unter www.raisting.eu einsehen.

Bürgermeister Höck schloss an die nüchternen Zahlen an, dass man 2015 viel für die Zukunft Raistings geleistet und geplant habe. Nach der Rathaussanierung für rund 280 000 Euro gehe es jetzt unter anderem an den Bau der Seniorenwohnanlage für 2,58 Mio. Euro. 15 Wohnungen zwischen 53 und 76 m2 entstehen nach dem Konzept „Barrierefreies und selbstbestimmtes Wohnen“. Ebenso stehe der Neubau mit zwölf Wohnungen für Asylbewerber und sozial schwächere Bürger auf dem Probst-Gelände an. Wie es hier konkret weiter geht, wird die Entwicklung der derzeitigen Asylsituation zeigen. Landrätin Jochner-Weiß lobte das vorbildliche Objekt, zeigte sich aber ratlos, was die zukünftigen Zahlen und Zuweisungen der Flüchtlinge betrifft.

Um Raisting für die Zukunft zu rüsten, wird der Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan neu aufgestellt. Eine Erweiterung des Gewerbegebietes werde den Ort noch attraktiver machen und Arbeitsplätze schaffen, so Höck. Straßen- und Breitbandausbau erhöhen zudem die Attraktivität. Höck rief die Bürger auf, den heimischen Handel sowie das ansässige Gewerbe und Handwerk weiter zu unterstützen und damit die gute Infrastruktur in Raisting zu erhalten.

Von Dieter Roettig

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