Stabwechsel an der Spitze der Ökumenischen Sozialstation feierlich vollzogen

Pilz übergibt an Hörbrand

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 Stabwechsel bei der Ökumenischen Sozialstation zwischen Oliver Pilz (vierter v. re.) und Claudia Hörbrand (fünfte v. re.). Mit auf dem Bild (v.li.): Anton Speer (Landrat Garmisch-Partenkirchen), Nadia Abi Haidar (Geschäftsführerin Diakonie Oberland), Regina Bartusch (stellvertretende Landrätin Weilheim-Schongau), Eugen Trautmann (Aufsichtsratsvorsitzender der Sozialstation), Sabine Bölt, Vorsitzende der Mitarbeitervertretung und Brigitta Hofmann (CAB-Geschäftsführerin)

Peißenberg – Dass die Ökumenische Sozialstation Oberland ab Oktober ihre Geschäftsleitung personell neu besetzen muss, wurde schon vor ein paar Monaten kommuniziert. Die offizielle Bekanntgabe des anstehenden Führungswechsels folgte nun im Rahmen einer Feierstunde im Peißenberger Seniorenzentrum: Bei einem Gottesdienst mit anschließendem Kuchenbuffet wurde Oliver Pilz verabschiedet und Nachfolgerin Claudia Hörbrand in ihrem neuen Amt willkommen geheißen.

Wie für solche Anlässe üblich, bekamen die beiden Protagonisten von den Festrednern jede Menge warmer Worte zu hören. Pilz, so hieß es, habe während seiner dreijährigen Dienstzeit als Geschäftsführer neue Konzepte entwickelt (unter anderem mit der Projektbeteiligung bei den Wohngemeinschaften für Demenzkranke in Weilheim) und die Speisenqualität für „Essen auf Rädern“ durch die Umstellung auf Rohkost erhöht. Pilz´ Hauptaufgabe sei es gewesen, die strategische Ausrichtung hinsichtlich des Leistungsangebots anzupassen und die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens sicherzustellen: „Sie haben wieder Boden unter die Füße der Sozialstation gebracht. Sie haben den Betrieb stabilisiert“, lobte Nadia Abi Haidar vom Mitgesellschafter, der Diakonie Oberland. Pilz´ Wunsch, mit seiner Familie in die fränkische Heimat zurückzukehren, sei zu respektieren und verständlich: „In Franken schmeckt die Bratwurst halt einfach besser“, scherzte Abi Haidar. Pilz selbst wiederum betonte, mit einem „lachenden und weinenden Auge“ zu gehen. Die rund 340 Mitarbeiter hätten ihm seine Arbeit äußerst „leicht gemacht“: „Ich habe nur die Richtung vorgegeben“, so Pilz, der ab Oktober in Würzburg die Stelle des BRK-Kreisgeschäftsführers antreten wird. „Ich gehe nicht im Bösen. Es war eine tolle Zeit“, resümierte der 45-Jährige sein Wirken bei der Sozialstation, die ambulant rund 600 pflegebedürftige Menschen in der Region betreut.

Reichlich Vorschusslorbeeren erhielt bei der Feierstunde Pilz´ Nachfolgerin. Hörbrand, so Abi Haidar, sei „multitaskingfähig“, verfüge über viel Erfahrung in der Altenpflege und sei im Landkreis unter anderem wegen ihres Engagements beim Palliahome-Verein „gut vernetzt“: „Die Mitarbeiter dürfen sich über eine Frau freuen, die die Sozialstation mit viel Maß und Struktur leiten wird“, kündigte Abi Haidar an. Hörbrand beteuerte, sich nicht explizit für den Geschäftsführerposten bei der Sozialstation beworben zu haben: „Dazu hat es keinen Grund gegeben.“ In ihrer bisherigen beruflichen Funktion als Leiterin des Caritas-Seniorenzentrums habe sie sich äußerst wohl gefühlt. Nach einer Bedenkzeit habe sie sich jedoch für die neue Herausforderung entschieden. Den Schwerpunkt ihrer künftigen Arbeit sieht Hörbrand in der Umsetzung des Pflegeneuausrichtungsgesetzes: „Dabei werden die Pflegegrade umgestellt. Das hat natürlich Auswirkungen auf die ambulante Pflege“, erklärte die 48-jährige Fachwirtin für Sozial- und Gesundheitswesen. Bis zum Ende des Jahres wird Hörbrand in Doppelfunktion sowohl als Geschäftsführerin der Sozialstation und als Heimleiterin tätig sein. Anfang 2017 soll dann im Seniorenzentrum ein Nachfolger präsentiert werden. „Derzeit läuft die Verhandlungsphase mit einer Person hier aus der Region“, verriet Hörbrand.

Von Bernhard Jepsen

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