CSU-Chef ruft nach Dobrindt

Der neue CSU-Generalsekretär kommt aus Peißenberg. Alexander Dobrindt, seit Montag kommissarisch im Amt, ist gefordert, sein politisches Talent rasch unter Beweis zu stellen. Bis zum Herbst wird er daran gemessen, wie erfolgreich er für die CSU die Europa- und Bundestagswahl zu managen versteht.

Dass Parteichef Horst Seehofer ihn, Dobrindt, seine 30-jährige Stellvertreterin MdB Dorothee Bär und Karl-Theodor zu Guttenberg (37) überraschend in wichtige Ämter berufen hat, wertet der 38-Jährige als „Chance, die Partei zu einem Neubeginn zu führen“. Nach den Turbulenzen um den Amtsverzicht von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos hat CSU-Chef Seehofer am 9. Februar den Bundestagsabgeordneten Dobrindt zum Nachfolger zu Guttenbergs bestellt, der wiederum in Berlin das Wirtschaftsministerium führen wird. Offiziell zum Generalsekretär ernannt wird Dobrindt am 16. März vom Parteivorstand der CSU. Der Peißenberger vertritt als Direktabgeordneter seit 2002 den Bundeswahlkreis 226 und damit die Landkreise Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen und Landsberg. Bis vor kurzem war der studierte Soziologe wirtschaftspolitischer Sprecher der CSU-Landesgruppe, derzeit leitet er die Arbeitsgruppe „Bildung und Forschung“ der Unionsfraktion. Sein Bundestagsmandat, erklärte Dobrindt unserer Zeitung, wolle er weiter ausüben und sich auch für den vakant gewordenen CSU-Kreisvorsitz von Weilheim-Schongau bewerben. Per SMS war Dobrindt am Montag in die Landesleitung gebeten worden, nachdem ihn zuvor Seehofer gefragt hatte, ob er für ein neues Amt bereit stünde. „Es ist alles offen, hat Seehofer gesagt“, erinnert sich Dobrindt. „Innerlich ruhig und aufgeräumt“ sei er nach München gefahren, „weil ich jede Entscheidung akzeptiert hätte und sehr zufrieden bin mit dem, was ich bisher im Deutschen Bundestag gemacht habe“. Wichtig für einen Generalsekretär sei, „viel unter den Menschen zu sein“ und das, unterstreicht Dobrindt, habe er bei seiner Arbeit im Wahlkreis erfolgreich praktiziert.

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