Dach ist komplett durchnässt – Hardtschule wird saniert – Förderbescheid über 2,5 Mio. Euro liegt vor

Am vergangenen Donnerstagabend hat der Stadtrat die energetische Sanierung der Grundschule am Hardt endgültig abgesegnet. Und schon am Freitag kam der oberbayerische Regierungspräsident Christoph Hillenbrand nach Weilheim, um den Förderbescheid für das Modernisierungsprojekt im Rahmen des Konjunkturpaketes II an Bürgermeister Markus Loth zu übergeben.

Den Durchführungsbeschluss zur energetischen Sanierung der Grundschule am Hardt hat der Stadtrat bereits am 2. Juli gefasst. Inzwischen liegt eine genaue Kostenaufstellung des Schongauer Ingenieurbüros Weinberger+Anderl vor, das mit der Planung beauftragt wurde. Insgesamt wird die Sanierung voraussichtlich 2,995 Millionen Euro kosten. Der Zuschuss beträgt 2,537 Mio. Euro. „Da ich ohnehin einen Termin hier in der Gegend hatte, dachte ich mir, ich spare das Porto und bringe den Förderbescheid persönlich vorbei“, sagte Hillenbrand, „denn das Projekt in Weilheim hat Vorbildcharakter.“ Denn hier seien nicht nur die Sanierung, sondern auch die regionale Wirtschaft und der Klimaschutz Teil des Konzeptes. Wichtigste Punkte sind die Erneuerung der Dämmung – die Wände sind teilweise nur sechs Zentimeter dünn – und der Einbau einer Hackschnitzelheizung. „Durch diese Maßnahmen erreichen wir eine Energieersparnis von 73 Prozent, der CO2-Ausstoß wird um 74 Prozent gesenkt“, erklärt Planer Fritz Weinberger. Dazu muss die Dämmung komplett neu und nach vernünftigem Standard aufgezogen werden. Wenn die Schüler morgens eintreffen, wird ständig die Türe geöffnet, wodurch das Gebäude stark auskühlt. Auch in den Klassenräumen entsteht dann Durchzug, was zu höheren Heizkosten führt. Durch einen Windfang soll nun Abhilfe geschaffen werden, denn hier liegt momentan der Hauptfaktor der Auskühlung. Größtes „Sorgenkind“ ist das Dach, eine schlecht isolierte, kaum belüftete Stahlbetonkonstruktion, die teils Feuchtigkeit an das Gebäude abgibt, anstatt sie zu absorbieren. Die starke Durchfeuchtung könnte in absehbarer Zeit auch ein Problem für die Statik darstellen. Bei einer teilweisen Öffnung des Daches wird zurzeit der Zustand der Dachkonstruktion überprüft. Schulleiter Remig Ulrich ist froh, dass die Durchführung der Sanierung nun endlich feststeht: „Ich bin dankbar, dass bei den Planungen auch unsere Wünsche, wie der Einbau eines behindertengerechten Fahrstuhls, berücksichtigt wurden.“ Umgebaut werden kann nicht während der Schulzeit, da dies den Schulbetrieb massiv beeinträchtigen würde. „Ganz vermieden werden können Überschneidungen wohl nicht, aber der Großteil der Arbeiten soll in den Sommerferien 2010 durchgeführt werden“, so plant Markus Loth.

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