Dächer werden dicht gemacht – Zweiter Bauabschnitt am Raistinger Radom voll im Gange

Geschäftsfü̈hrer René Jakob (re.) und Landrat Dr. Friedrich Zeller begutachten die Bauarbeiten am Radom, insbesondere den Dachaufbau am Ringgebäude. Foto: LRA

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KREISBOTE, Raisting – Nachdem die Traglufthülle des Radar-Doms vergangenes Jahr mit einem Riesenkran ausgetauscht wurde (wir berichteten), werden heuer der Betonring und die Nebengebäude von Grund auf saniert. Landrat Dr. Friedrich Zeller und Geschäftsführ- er René Jakob überzeugten sich vor Ort von den Baufortschritten bei der Generalsanierung des Radoms. Das Radom gilt als Denkmal nationaler Bedeutung und wird dank des Einsatzes von Generalkonservator Prof. Dr. Egon Johannes Greipl namhaft vom Entschädigungsfonds des Freistaates Bayern, der Bayerischen Landesstiftung, dem Bezirk Oberbayern, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und dem Landkreis Weilheim-Schongau finanziert. Eigentü- mer und damit Bauherr bleibt weiterhin der Landkreis mit der Radom Raisting GmbH. „Wie die Traglufthülle vergangenes Jahr ausgetauscht wurde, das war schon spektakulär“, erinnert sich Zeller. Der zweite Bauabschnitt ist zwar weniger aufregend, aber die Dächer dicht zu bekommen und die Ringgebäude grundlegend zu sanieren, sei ebenfalls eine anspruchsvolle Aufgabe. Unter der Regie des Ingenieurbüros Barthel & Maus werden die schadhaften Stellen freigelegt und erneuert. Das Flachdach des Außenrings wurde abgetragen, es wird mit einem komplett neuen Aufbau versehen und wasserdicht gemacht. „Das Wechseln der Traglufthülle hat uns 750 000 Euro gekostet; da hat man von einem Tag zum nächsten viel gesehen. Die jetzigen Arbeiten sind übliche Handwerkerleistungen, die aber auch mit rund zwei Millionen Euro zu Buche schlagen“, erläutert René Jakob, der nebenamtlich als Geschäftsführer der Radom Raisting GmbH fungiert. Jakob hat die Geschäftsführung vom Kämmerer übernommen und war zwei Jahre lang zuständiger Referent in der Kämmerei. Die wichtigsten Arbeiten am Radom sollen bis zum Winter abgeschlossen sein. 2012 werden unter Führung des Münchner Ingenieurbüros Hausladen Messungen zum Raumklima und der Haustechnik vorgenommen. „Wir wollen, dass das Radom weniger Energie verbraucht. Deshalb wurde eine ausgefeilte Regelungstechnik für die Beheizung unseres Sonderbauwerks eingebaut. Das muss nun im Echtbetrieb geprüft und angepasst werden“, erklärt Jakob. Ende nächsten Jahres soll feststehen, wie das Gebäude rechnerisch betrieben werden muss, um es auf Dauer in einem optimalen Zustand zu halten. In einem späteren Schritt werden Konzepte für die Nutzung des Radoms geprüft. Denn, so Landrat Zeller: „Das Radom soll der Öffentlichkeit zur Verfüg- ung stehen, um als technische Landmarke den Übergang in das digitale Zeitalter zu erklären.“

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