Eigenbetrieb wieder im Plus – Peißenberger Gemeindewerke im Aufwärtstrend

Aufwärtstrend bei den Gemeindewerken: Der kommunale Eigenbetrieb, der in den letzten Jahren rote Zahlen geschrieben hatte, wird 2010 voraussichtlich wieder in die Gewinnzone rutschen und ein Plus von rund 425000 Euro erwirtschaften. Das zumindest geht aus dem Wirtschaftsplan hervor, den der Marktrat kürzlich einstimmig verabschiedet hat.

Bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten die Gemeindewerke ihr Defizit im Vergleich zu 2008 (minus 1, 8 Mio.) um mehr als die Hälfte reduzieren (2009: minus 764000 Euro). Verantwortlich für die verbesserte Ertragslage sind laut Werkleiter Uwe Horn im Wesentlichen „Sondereffekte“ bei den Abschreibungen zur Kläranlagensanierung, Kosteinsparungen im normalen Betriebs- ablauf sowie niedrigere Fremdkapitalzinsen infolge eines deutlich gedrosselten Investitionsvolumens. In der laufenden Abrechnungsperiode kalkulieren die Werke für ihre einzelnen Sparten mit einem Gesamtbudget von rund 3,8 Mio. Euro, wobei der Löwenanteil, zwei Mio. Euro, in die Planung und Installation von Photovoltaikanlagen fließen soll. Während im Bereich der Wasserversorgung 319 000 Euro für Reparaturen im Leitungssystem und den Bau einer Druckerhöhungsanlage vorgesehen sind, stehen in der Stromsparte für 294000 Euro die Ertüchtigung der Mittelspan- nungstrasse und Kabelverlegungsarbeiten an der westlichen Anschlussstelle zur Umgehungsstraße auf dem Programm. Rund 235000 Euro haben die Werke darüber hinaus für das Freibad eingeplant. Neben der Anschaffung einer Abdeckvorrichtung für das große Nichtschwimmerbecken soll das Budget für den Bau einer Solarthermieanlage und die Installation einer modernen Umwälzpumpe verwendet werden. Laut Horn sind die Investitionen allerdings vom Vorliegen eines energetischen Gesamtkonzepts für den Bäderpark abhängig. „Wir stehen ganz am Anfang“, so der Werkleiter über den Planungsstand. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen hofft Horn darauf, dass sich die Werke dauerhaft „im positiven Bereich“ etablieren. Auf reine Gewinnmaximierung sei man allerdings nicht ausgerichtet – auch nicht in der unternehmerisch geführten Stromsparte: „Wir haben als kommunaler Anbieter einen anderen Versorgungsauftrag als private Gesellschaften“.

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