Eine Nacht voller Musik – 4. Weilheimer KultUHRnacht: Beste Stimmung aber weniger Musikfans

Das neue Motto des Stadtmarketings „Weilheim zieht an“ passte am vergangenen Freitag. Nicht nur Musikfreunde aus der Kreisstadt, sondern auch Gäste aus benachbarten Landkreisen zog es zur 4. kultUHRnacht in die Innenstadt.

Das Programm war vom Feinsten mit bewährten und neuen Bands. Aber wo Licht ist, gibt es auch Schatten. Es kamen deutlich weniger Gäste als in den Vorjahren. Das zeigte sich schon am frühen Abend in der Innenstadt. Wo sonst dichte Menschentrauben unterwegs waren, zog es nur wenige Fans zur Vorverkaufsstelle auf den Marienplatz. „Ich denke, dass der Samstag für die Veranstaltung besser ist. Zudem hatten wir diesmal weniger Lokalkapazitäten. Im kommenden Jahr werden wir den Termin wieder in die Nacht der Zeitumstellung legen“, kündigte der Manager der Holiday Event Agentur Rupert Erggel an. In den teilnehmenden Lokalen war von solchen Überlegungen wenig zu spüren. Wer bis 20 Uhr nicht seinen Platz bezogen hatte, musste mit einem Stehplatz vorlieb nehmen oder auf der Straße auf seine „Chance“ warten. Findige Zeitgenossen hatten bereits vorab einen Tisch bestellt. Grupen wie „Big Bad Wolf“, „Sons of Desert“, „Floque + Roque“ und „Jam as united“ machten ihrem Namen alle Ehre, aber auch neue Gruppen, darunter „Klima“, garantierten volle Räume und beste Stimmung. Verschnaufpausen wurden zum „Lokal-Hopping“ genutzt. Dabei spielten die Handys als Infoquelle eine wichtige Rolle. Dass die kultUHRnacht bei den Fans ankam war deutlich spürbar. Einigen war die Jahresfrist eindeutig zu lange. „Von mir aus sollte es so ein Event öfter geben. Das passt zu Weilheim und zum neuen Motto“, wünschten sich zwei gut gelaunte Besucher im Café Roma. Die Trennung zwischen Musik und Kunst erwies sich als fließend, denn auch die Ausstellungen in der Sparkasse, im Stadtmuseum und dem Atelier auf Zeit fanden ihre Freunde. Nach Mitternacht nahm die Chance auf freie Plätze zu, der guten Stimmung tat das keinen Abbruch. Veranstalter Erggel wünscht sich für das kommende Jahr mehr Interesse aus den Reihen des Einzelhandels. „Wenn alle Geschäfte zu sind, dann macht ein Vorprogramm auf Straßen oder Plätzen wenig Sinn. Dabei könnten wir doch voneinander gut profitieren“, sagte er. Die geringere Besucherzahl 2010 nahm er sportlich. „Das ist wie in der Bundesliga. Mal gewinnt du, mal verlierst du“, stellte Erggel lakonisch fest.

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