"Entscheiden wird der Minister!"

Nahmen am Dienstag den neuen Tower des Penzinger Fliegerhorstes in Betrieb (von links): Bürgermeister Johannes Erhard, Alex Dorow, LTG 61-Kommodore Christian Leitges, Oberst Klaus Schuster, MdB Alexander Dobrindt, Landrat Walter Eichner, Kasernenkommandant Peter Hammer und MdL Thomas Goppel. Foto: Kruse

Offiziell ist der CSU-Bundestagsabgeordnete Alexander Dobrindt nur zur Inbetriebnahme des neuen Towers nach Penzing gekommen. Mindestens ebenso wichtig dürfte allerdings das Informationsgespräch gewesen sein, das zuvor geführt wurde und bei dem Politik und Militärs breit aufgestellt waren: LTG 61-Kommodore Christian Leitges und Standortältester Oberst Klaus Schuster wurden von Dobrindt ebenso auf den aktuellen Stand auf politischer Seite gebracht wie Landrat Walter Eichner, CSU-Landtagsabgeordneter Dr. Thomas Goppel, Bürgermeister Johannes Erhard sowie der CSU-Kreisvorsitzende und designierte Landtagsabgeordnete Alex Dorow. Das Ergebnis der Zusammenkunft: Aus München kommen verhalten optimistische Signale.

„Ich habe ein paar neue Daten erfahren“, meinte Erhard anschließend. „Bei der FlaRak-Truppe wird sich zeitnah etwas tun; da hieß es ja zunächst, dass man bis März oder April gar nichts erfährt.“ Dies sei ihm wichtig, „weil es ja für die Beschäftigten auch darum geht, ob sie ihre Kinder hier noch einschulen.“ Als positiv bewertete der Bürgermeister auch, „dass vom Abgeordneten und von der Staatskanzlei die klare Intention kommt, Penzing auf Basis der Entscheidung von 2004 noch bis 2021 zu halten; dieses Datum wurde jetzt genannt.“ Die Militärs legten großen Wert darauf, nicht von von einem „Kampf“ gegen Hohn sprechen. „Es ist legitim, dass auch an anderen Standorten Überlegungen aufgestellt werden. Es geht um einen Austausch von Argumenten und vom Abgeordneten weiß ich, dass unsere am richtigen Ort sind“, so der Kommodore. Was Dobrindt in der Runde ebenfalls formulierte: Für ihn ist die Entscheidung über Penzing von regionaler Bedeutung. „Er hat uns gesagt, dass er auch den Umkreis von rund 50 Kilometern sieht, da das auch Auswirkungen auf Erding, Kaufbeuren, Fürstenfeldbruck und Altenstadt hat.“ Ob der Einsatz des CSU-Abgeordneten sich merklich positiv auf die Entscheidung über den Standort auswirken wird, wolle er, Leitges, nicht bewerten. „Ich entkopple das. Wir bringen unsere militärische Sichtweise ein. Die Politik funktioniert ganz anders. Ich begrüße den Einsatz, aber wir haben keine Bittgesuche gestellt“, so der Kommodore. „Wir haben ja auch nicht nur eine Verantwortung gegenüber unseren Beschäftigten, sondern auch gegenüber unserem Dienst­herrn.“ Ähnlich sieht das Oberst Klaus Schuster: „Zunächst haben wir einen militärischen Auftrag zu erfüllen. Die Politik bekommt von uns Fakten, die sie für ihre Entscheidungen braucht. Es gibt keine Beeinflussung, aber Kommunikation hat noch nie geschadet.“ Eines stellte er dann noch einmal klar: „Nach allen Diskussionen und Abwägungen – entscheiden wird der Verteidigungsminister.“ Das soll Ende März 2012 passieren. Vorher wird die Luftwaffe ihren Realisierungsplan am 13. Januar dem Generalinspekteur übermitteln. Für dieses Datum hat sich CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt wieder in Penzing angekündigt.

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