Ehrenamtliche Projektgruppe "Bau" legt erste Planentwürfe für "Rigi-Rutsch´n" vor

Pult- statt Faltdach?

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Der erste Gebäude-Entwurf. Er ist ein Teilergebnis aus dem Projekt „Badzukunft“. Der Entwurfsvorschlag wurde durch das Ingenieurbüro Franz nach einer Konzeptidee der Projektgruppe „Bau“ ausgearbeitet.

Peißenberg – Wie geht es nach dem Großbrand konzeptionell mit der „Rigi-Rutsch´n“ weiter? Wird das Freibad im nächsten Jahr wieder geöffnet?

Das sind die Fragen, die viele Peißenberger derzeit umtreiben. Bis Ende Juli wollen die ehrenamtlichen Projektgruppen ihre Planungsergebnisse vorstellen. Ein wesentliches Detail wurde kürzlich der Öffentlichkeit bereits präsentiert: Demnach soll das Betriebsgebäude der „Rigi-Rutsch´n“ statt der jetzigen Faltdachkonstruktion ein nach Süden geneigtes Pultdach erhalten, das auch den Sauna- und Innenbeckenbereich sowie die Terrassenfläche komplett abdeckt.

Der Verwaltungsrat der zuständigen Gemeindewerke hat in seiner jüngsten Sitzung bereits sein Einverständnis für die neue Dachkonstruktion gegeben. Eine endgültige Entscheidung wurde damit freilich noch nicht getroffen – allerdings: „Wir haben jetzt einen Pfahl in die Planungen gerammt und aufgezeigt, dass es in diese Richtung gehen könnte“, sagt Günther Forster. Der Chef des zuständigen Kommunalunternehmens (KU) „Gemeindewerke Peißenberg“ wird nun die weiteren Verfahrensschritte einleiten, unter anderem müssen die Eingabeplanungen und die Abbrucharbeiten in die Wege geleitet werden. Entwickelt wurde die Idee mit dem Pultdach von der Teil-Projektgruppe „Bau“. Deren Fachleute beurteilten die bisherige Faltdachkonstruktion der Gaststätte und das umgebende Flachdach als bautechnisch „problematisch“. Die Pultdachbauweise, so die Expertise, habe sich stattdessen bewährt und biete auch für die energetische Nutzung Vorteile.

Mit den Planungen für die künftige Dachkonstruktion werden nicht nur baulich, sondern auch konzeptionell die Rahmenbedingungen gesetzt. Forster will zwar noch keine Details preisgeben, allerdings steht inzwischen wohl fest, dass im ersten Stock des Betriebsgebäudes keine Gastronomie mehr einziehen wird. „Eine gewisse Bewirtung braucht es, das ist klar. Aber wie die aussehen wird, das wird man sehen“, sagt Forster. Einen konkreten Zeitplan für die Planumsetzung kann der KU-Chef noch nicht nennen: „Zusammen mit dem Projektgruppenkoordinator, Helmut Guggenmos, würde ich am liebsten zur `Rigi-Rutsch´n` hinter fahren und sofort anfangen“, erklärt Forster. Durch die hitzigen Diskussionen um den Schließungsbeschluss für die Sommersaison habe man jedoch viel Zeit verloren. An der ausgegebenen Zielsetzung, das Freibad 2017 wieder zu öffnen, werde aber festgehalten: „Dabei bleiben wir nach wie vor“, betont Forster. Durch die Kosteneinsparung im Zuge der vorübergehenden Schließung verspricht sich der KU-Chef zusätzlichen Spielraum für die notwendigen Investitionen im Bäderpark. Von der Versicherungssumme (750 000 Euro), die nach dem Großbrand zur Verfügung steht, sind laut Forster bereits rund 250 000 Euro für Aufräumarbeiten und die Beseitigung von Brandschäden ausgegeben worden.

Von Bernhard Jepsen

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