Erstmals im Finale

Aller guten Dinge sind drei. Nachdem die Peißenberger Eishackler in den vergangenen beiden Jahren im Halbfinale scheiterten, schafften sie es in dieser Saison erstmals in der Vereinsgeschichte ins Bayernligafinale. In einer hochdramatischen dritten Partie gegen den Höchstädter EC setzten sich die Mannschaft von Trainer Norbert Strobl nach Penaltyschießen mit 6:5 durch.

Die 1200 Zuschauer in der Eishalle durchlebten dabei ein Wechselbad der Gefühle. Nach dem ersten Durchgang wähnten sich die Eishackler bei einer 5:1-Führung schon auf der Siegerstraße, um am Ende noch mächtig zu zittern. Nach der Aufholjagd und dem Ausgleich der Höchstädter stand die Partie auf Messers Schneide. Im Penaltyschießen avancierten schließlich die Gebrüder Felix und Florian zu Peißenbergs Match- winnern. Felix wehrte im TSV-Kasten alle drei Versuche der Gegner ab und Florian versenkte einen Penalty der den Finaleinzug besiegelte. „Nach einer solcher Führung zu verlieren wäre ein Super-Gau“, atmete Strobl hinterher erleichtert durch. „Wir waren heute gewiss nicht schlechter. Peißenberg ist trotzdem verdient im Finale“, urteilte HEC-Präsident Axel Rogner nach der spannenden Partie. Den Gästen gehörten auch die Anfangsminuten. Sebastian Buchwieser (6.) brachte die Höchstädter in Front. Thomas Maier (7.) glich mit einem strammen Schuss jedoch postwendend aus. Danach lief die Tormaschine der Eishackler auf vollen Touren, begünstigt aber auch durch Patzer des HEC-Keepers. Erneut Maier (11.) in Überzahl, danach Marek Pospisil (14.) sowie Marco Pfleger (15.) schraubten das Ergebnis innerhalb von vier Minuten auf 4:1. Die Gäste wechselten im Anschluss ihren Torhüter. Michael Herzog stand keine 30 Sekunden im Kasten, da musste er das dritte Tor von Maier (16.) einstecken. In der Folge erwies sich der neue HEC-Goalie für die Hausherren jedoch als unüberwindbar. Im Mittelabschnitt agierten die Peißenberger bei mehreren Überzahlsituationen auch viel zu ängstlich. Mehr Zug zum Tor zeigten dagegen die Gäste, die nach dem Anschlusstreffer von Hlozek (26.) in Unterzahl immer stärker wurden. Trotz guter Paraden konnte auch Felix Barth nicht verhindern, dass die Höchstädter durch Buchwieser (34.) und Schmidhuber (39.) im Mittelabschnitt zum Anschlusstreffer kamen. Optisch wieder ausgeglichener gestaltete sich die Begegnung im Schlussdrittel. Andy Dornbach vergab die Vorentscheidung. Sein Schuss landete am Gestänge. Stribny machte es auf der Gegenseite besser und netzte zum Ausgleich ein. Gleich im Anschluss lag sogar die Gästeführung in der Luft. Doch Barth wehrte einen Alleingang ab. Schließlich musste das Penaltyschießen entscheiden und dort hatten die Eishackler das bessere Ende für sich. Am Freitag, 20. März, kommt es nun in Peißenberg um 19.30 Uhr zum ersten Finale gegen den ERV Schweinfurt. Karten gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen. Die Mighty Ducks reisen mit großer Anhängerschar an. Bereits 400 Karten orderten die Nordbayern. Am Sonntag, 22. März, geht es dann zum Rückspiel nach Schweinfurt. Dazu setzt der Fanclub der Eishackler Busse ein.

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