Siebtes Existenzgründer-Forum bot potenziellen Interessenten Infos aus der Praxis

Vorbereitung und Netzwerke sind wichtig

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Im Forum schilderten fünf Jungunternehmer ihre Erfahrungen der ersten Jahre und gaben wertvolle Tipps. Markus Moll (am Pult) plädierte, die Unterstützung von Experten zu suchen.

Es gibt viele Hürden auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Seit rund zehn Jahren bieten die Wirtschaftsförderung des Landratsamts, die Industrie- und Handelskammer und die Handwerkskammer im Landkreis im Zweijahresrhythmus einen Existenzgründertag an.

Darüber hinaus werden sogenannte Gründer-Frühstücke zum Informationsaustausch veranstaltet. Das Ziel ist, den Neugründern mittels Kompetenzbündelung unter einem Dach eine optimale Beratung zu bieten. Das am vergangenen Samstag bereits zum siebten Male veranstaltete Forum im Foyer der Weilheimer Berufsschule bot den Interessenten in drei Modulen Informationen auf Schautafeln, Vorträge von Experten plus Tipps junger Unternehmer an.

Zur Halbzeit schilderten fünf Gründer – Innenarchitektin Katharina Rabätje, Garten- und Landschaftsgärtner Markus Moll, Wohnstylistin Kerstin Zahn, Fotografin Maira Falconi Borja und Dolmetscherin Katja Amanda Götz – freimütig die im ersten oder zweiten Jahr ihrer Selbständigkeit gewonnenen Erfahrungen, mit Höhen und Tiefen. Übereinstimmend erklärten sie, wie wichtig eine gründliche Vorbereitung ist. Als Schwerpunkt nannten sie die Hilfestellung und Inanspruchnahme funktionierender Netzwerke, wie das der „Aktivsenioren“ oder der Agentur für Arbeit im Landkreis.

Moderatorin Justina Eibl von der Wirtschaftsförderung des Landkreises hakte bei den Schilderungen immer wieder mit Fragen nach, wie „Was hat sich bei Ihnen verändert?“, „Welche Eigenschaften sollte ein Gründer mitbringen?“ und animierte dazu, persönliche Erfahrungen wie auch Tipps preiszugeben. Übereinstimmung erzielte sie mit ihrer letzten Frage: „Was wünschen Sie sich für die Zukunft?“ Die prompte Antwort: „Aufträge, neue Kunden, Standfestigkeit und Vereinbarkeit von Beruf und Familie.“ Weilheims Standortförderer Stefan Frenzl informierte über ein brandneues Gründerangebot der Stadt und der Vereinigten Sparkassen. Ab sofort vermitteln die Partner voll eingerichtete und funktionsfähige Gründerbüros inklusive diverser Dienstleistungen zu günstigen Konditionen in den Räumen der Weilheimer Sparkasse. Beide subventionieren die Miete mit je 50 Euro (zusammen 100 Euro). Mehr Informationen unter www.weilheim.de/wirtschaft.

Am Ende der Veranstaltung zogen die Initiatoren ein vorsichtig positives Resümee. „Es war ein etwas ruhiger Tag, die Besucher betreffend. Was uns dennoch zufriedenstellt, war das große Interesse wie auch die hohe Motivation der Interessenten, die nicht nur aus dem Landkreis, sondern aus der ganzen Region kamen. Wir werden den Tag nachbereiten und Format, Lokalität und Zeitpunkt intern zur Debatte stellen. Das Angebot selbst wird bleiben“, erklärte Justina Eibl.

Von Georg Müller

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