Als Fachmesse bestätigt – Zweite Weilheimer Energiemesse: Weniger Besucher aber sehr professionell

Alexander Strupf klärt Landrat Dr. Friedrich Zeller und Penzbergs Bürgermeister Hans Mummert über die neuste Wärmepumpentechnik auf. Fotos (7): Jepsen

Das schöne Wochenendwetter machte den Veranstaltern der zweiten Energiemesse wohl einen Strich durch die Rechnung: Statt der anvisierten 2000 waren es lediglich knapp 1000 Besucher, die sich in der Stadthalle für das breite Angebotsspektrum rund um das Thema „Energie sparen“ interessierten.

Mitorganisator Wolfgang Haas von der Energieberatung Ammer-Lech-Loisach zog dennoch ein positives Fazit: „Wir sind voll zufrieden. Vor allem die Fachvorträge und Foren wurden super angenommen.“ Bis auf die Besucherresonanz sei die Bilanz der Aussteller erfreulich ausgefallen. Haas: „Die Feedback-Formulare waren durchweg positiv. Das ist ermutigend.“ Wie schon bei der ersten Auflage im vergangenen Jahr waren es auch heuer wieder „fachinteressierte Endverbraucher“, die sich über energierelevante Gewerke für Neubau oder Altbausanierung informierten. Am Stand der „Solarzentrum Oberland GmbH“ wurden laut Geschäftsführer Wolfgang Dollinger „sehr konkrete Fragen“ zu Photovoltaikanlagen und Wärmepumpentechnologien gestellt. Anders als viele seiner Kollegen verzeichnete Dollinger sogar eine gestiegene Resonanz: „Es hat mich überrascht, dass so viele gekommen sind.“ Im Vergleich zu 2009 sei das Publikum diesmal „aus einem weiteren Umkreis“ an seinen Stand gekommen. Bei der nächsten Messe, die für 2012 geplant ist, will Dollinger mit seiner Firma „auf jeden Fall wieder dabei sein“. Problematisch sieht er lediglich die begrenzte Kapazität in der Stadthalle: „Es wird langsam zu eng. Vielleicht sollte man draußen ein Zelt aufbauen“, so sein Vorschlag. Einen „sehr guten Eindruck“ machte die Fachmesse auch auf Schirmherr Dr. Friedrich Zeller. „Das ist alles sehr professionell aufgezogen“, lobte der Landrat am Sonntagvormittag auf einem Messerundgang die Veranstaltung. Kurz zuvor hatte Zeller im Rahmen des Energieforums an einer Diskussionsrunde zum Thema „Das Klimaschutzkonzept und seine Umsetzung“ teilgenommen. Professor Wolfgang Seiler attestierte dem Landkreis, diesbezüglich auf einem guten Weg zu sein. Die Maßnahmen müssten allerdings besser vernetzt werden und dürften sich nicht nur auf die Gebäudesanierung beschränken. Seiler sieht vor allem in den Bereichen „Verkehr“ und „Industrie“ Handlungsbedarf. Insgesamt fehle es zudem an geeigneten Finanzierungsmodellen. Nach Meinung von Penzbergs Bürgermeister Hans Mummert sollten die Kommunen eine „Vorreiterrolle“ bei der Energiewende einnehmen und weniger darauf achten, wann sich die Projekte amortisieren. „Wir müssen mehr Geld in die Hand nehmen“, forderte Mummert, der in Kürze Pläne für den Bau eines Biomasseheizkraftwerks präsentieren will.

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