Festzug der Schongauer Feuerwehr

Selbst Petrus hat ein Einsehen

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Eine von 45 Gruppen im Festzug durch die Schongauer Altstadt war die Freiwillige Feuerwehr aus Reichling.

Schongau – Sehens- und hörenswert war der Festzug, der beim 150-jährigen Jubiläum der Schongauer Feuerwehr – sie ist die älteste im Landkreis – den Höhepunkt eines umfangreichen dreitägigen Programmes bildete. 45 Feuerwehren haben sich eingereiht. Sie kamen von Murnau bis Pflugdorf und von Penzberg bis Dienhausen. Ein Hingucker waren die Festwagen sowie die vielen historischen Fahrzeuge und Gerätschäften.

Für Rhythmus und Klang sorgten fünf Trommlerzüge und sieben Musikvereine. Eine Besonderheit war, dass alle Musikanten der Schönberger Blaskapelle mit ihrem Dirigenten Konrad Neuner in der für die Feuerwehr typischen blauen Ausgehuniform dabei waren.

„Der Sonntag hat alles übertroffen“, zog Vorstand Hubert Wasl vom Feuerwehrverein in Schongau am Tag danach ein Fazit. Nach dem Festzug sei das 1800 Personen fassende Zelt restlos gefüllt gewesen; sogar vor dem Zelt wurden Bänke und Tische aufgestellt. Vor dieser großen Kulisse erfolgte am späten Nachmittag das Überreichen der Ehrengaben. Berührt waren die Schongauer als Ausrichter des Festes, dass sogar aus dem zuletzt vom Hochwasser so gebeutelten Polling ein Vertreter der Wehr zum Jubiläum in die Lechstadt kam.

Beim Jubiläum folgte ein Programmpunkt auf den anderen. Schwach besucht war der Auftakt mit der Band „Dreisam“. Gut gefüllt war das Zelt beim Abend mit dem Musikkabarett-Trio „Der Huawa, da Meier und i“. Die Fahrzeugschau auf dem Marienplatz war verregnet; trocken blieb hingegen, wer sich im Ballenhaus die Ausstellung zur 150-jährigen Geschichte der Schongau Wehr anschaute. Feierlich war der Gottesdienst, in dessen Rahmen die alte Vereinsfahne neu geweiht wurde.^

Festzug der Schongauer Feuerwehr - die Bilder

Männer und Frauen aus 45 Wehren reihten sich in den Festzug ein, der von der Altstadt über die Bahnhofstraße – die Ehrentribüne stand dort vor dem Feuerwehrhaus – zum Zelt an der Lechuferstraße führte. Mit dabei: Gäste von weither: Da ist die Abordnung der Wehr aus der oberschlesischen Partnerstadt Gogolin ebenso zu nennen wie aus dem fränkischen Hohenstadt, von wo ein Feuerwehrkamerad nach Schongau gezogen ist.

Eine starke Formation stellte – hinter der Stadtkapelle Schongau, hinter den Ehrengästen in Kutschen und hinter den Vertretern der Kreisbrandinspektion – die gastgebende Wehr aus Schongau. Es folgte der Nachbarverein aus Altenstadt, wo auch Männer der Flugplatz-Feuerwehr mitmarschierten. Starke Präsenz zeigte der Patenverein aus Peiting, bei dem Trommlerzug und Knappschaftskapelle vorangingen.

Die Verbundenheit zum Schongauer Land dokumentierten die Wehren aus Bad Bayersoien (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) und Murnau, aus Lechbruck im Ostallgäu und sogar bis aus Pflugdorf im Landkreis Landsberg. Von dort kamen auch alle drei Feuerwehren aus der Gemeinde Denklingen, nämlich die Epfacher, die Dienhauser und Denklinger, aber auch die Kinsauer und Reichling zum Höhepunkt der 150-Jahr-Feier.

Keinesfalls fehlen durften bei dem Festzug zum Feuerwehrfest Beiträge aus Schongau. Mit dabei waren z.B. der Trachtenverein, die Fahnenabordnung des TSV und die Delegation der Veteranen. Ein farbenprächtiges Bild boten die Darsteller, die im Juli beim Festspiel „Die Henkerstochter“ mitwirken werden. Sie schlüpften allesamt in historische Gewänder. Schade, dass bei all dem Aufwand nicht mehr Interessierte die Straßen säumten.

Johannes Jais

Feuerwehr-Jubiläum - historische Fahrzeuge am Marienplatz

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