Gründer des Zentrums wird künftig neue Wege gehen

Dr. Karl Flock verlässt Orthopädisches Fachzentrum OFZ

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Dr. Karl Flock

Weilheim – Nachdem er von einigen Patienten, denen die Information im Orthopädischen Fachzentrum bereits mitgeteilt worden war, angesprochen wurde, bestätigte Dr. Karl Flock auf Nachfrage, dass er zum 31. Oktober aus dem OFZ ausscheiden wird. Bereits ab dem 1. Oktober wird er dort nicht mehr behandeln. „Damit möchte ich bereits im Vorfeld unsere Patienten ganz offen über diesen Schritt informieren. In jedem Fall ist jeder auch weiterhin im OFZ bestens aufgehoben. Das neue Wirkungsfeld von mir wird sicher noch in diesem Jahr bekannt werden “, so der gebürtige Weilheimer Mediziner über seine Zukunft.

Bereits 1992 hatte Dr. Karl Flock mit Dr. Wolfried Hawe eine Gemeinschaftspraxis für Orthopädie in Weilheim gegründet, aus der dann elf Jahre später mit weiteren Partnern das OFZ entstanden war, in dem heute neun orthopädische Fachärzte tätig sind.

Ein ambulantes OP-Zentrum (das Erste weitum), eine eigene orthopädische OP-Einheit sowie Belegbetten im Weilheimer Klinikum erlaubten Flock, die Idee vom ambulanten Operieren und einer orthopädischen Rundumversorgung vor Ort in die Tat umzusetzen. Sein Konzept „alles unter einem Dach – von der Diagnose über die konservative und operative Therapie bis hin zur Rehabilitation“ hat sich bewährt. Neben den konservativen Therapiemöglichkeiten hat das OFZ bisher auch alle drei Säulen der operativen Therapie realisiert: ambulantes Operieren, stationäres Operieren (Beleg/Konsiliarärzte) und eine kleine Privatklinik – alles stets mit neuesten und modernsten OP-Verfahren. Das OFZ besteht heute an den Standorten Weilheim, Garmisch-Partenkirchen und Starnberg und war damit die erste überregionale Gemeinschaftspraxis in Bayern.

Befragt nach den Gründen für seinen Abschied aus dem OFZ, stellt Dr. Karl Flock klar: „Für den Ruhestand fühle ich mich definitiv noch zu jung – dafür liebe ich meinen Beruf viel zu sehr. Auch künftig werde ich für Patienten da sein.“, so sein augenzwinkernder Kommentar dazu.

Sein Studium der Betriebswirtschaft, welches er vor dem Medizinstudium erfolgreich absolviert hatte, schuf die Basis für ein Handeln, das in den vergangenen 22 Jahren sowohl medizinisch als auch wirtschaftlich von Erfolg gekrönt wurde. Die wirtschaftliche Solidität einer Praxis war und ist für ihn immer ein wichtiger Aspekt bei der Arbeit.

Sport und Medizin – die beiden Schlagworte, die man mit Dr. Karl Flock in Verbindung bringt. Bereits vor der Zeit in Weilheim betreute der begeisterte Sportler als Mannschaftsarzt die deutsche Skidamen-Nationalmannschaft (1988 – 1995) sowie die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft (1985 –1988). Er war es auch, der als erster Bayer und einer von weltweit 123 Bergsteigern die sog. „Seven Summits“ (die jeweils höchsten Berge der 7 Kontinente, inkl. Mount Everest) bestiegen hat. Aber nicht nur die ganz großen Dinge begeistern ihn, sondern auch die ganz kleinen. Deshalb hat er sich medizinisch auf die sogenannte minimalinvasive („Eingriff so klein wie möglich“) Chirurgie spezialisiert. Als Knieexperte hat er sich für neue Heilmethoden und die Entwicklung von arthroskopischen Verfahren zur Therapie von Meniskus- und Bandverletzungen einen Namen gemacht. Als langjähriger Leiter der internationalen Arthroskopie- und Bandkurse am Klinikum Rechts der Isar der TU München sogar weit über die Landesgrenzen hinaus. Er war einer der ersten Operateure der Knorpeltransplantation in Süddeutschland und konnte mittlerweile weit über 10.000 Knieathroskopien durchführen. Modernste Verfahren und neueste Implantate waren für ihn seit jeher oberste Maßgabe bei der Behandlung.

Sein ursprüngliches Ziel, die Patienten im OFZ mit umfassenden Leistungen, kurzen Wegen und bestmöglichen Strukturen versorgen zu können, wird von den im OFZ verbleibenden Ärzten zielstrebig weitergeführt werden. „Auf ihre Art, aber sicher immer im Sinne des Patienten.“, meint dazu Karl Flock. Dr. Wolfgang Vogt und Dr. Klaus Bachfischer haben bekanntermaßen das geplante neue Ärztehaus direkt neben dem Klinikum Weilheim initiiert, in dem jährlich bis zu 80.000 Patienten behandelt werden sollen.

Von Kreisbote

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