293 Absolventen der FOS/BOS erhalten das Zeugnis der Fachhochschulreife

"Eine reife Leistung"

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Die zehn Jahrgangsbesten der FOS/BOS 2016: Neun Frauen, ein Mann. Vorne v. li. Selina Kleipoedszus, Veronika Graf, Panagiotis Hristoforidis, Simone Eitzenberger, Kathrin Sepp und Laura Geisreiter. Hinten v. li. Anna Reichart, Amelie Schaffer, Susanne Schönl und Alida Kappas.

Weilheim – Das Fachabitur oder Reifezeugnis ist eine reife Leistung, daran gibt es nichts zu rütteln. Und so zog sich der Begriff „reife Leistung“ wie ein roter Faden durch die Ansprache von Schulleiterin Rosemarie Bastuck, für die die Zeugnisübergabe an die rekordverdächtige Zahl von fast 300 Absolventen ebenfalls eine Herausforderung darstellte.

Bastuck leitet die Schule seit August vergangenen Jahres. Für ihre erste Abschlussfeier in Weilheim hatte sie sich genau überlegt, allzu pathetische Begriffe, wie neue Herausforderungen, Verantwortung und Großzügigkeit, zu vermeiden und wünschte ihren ehemaligen SchülerInnen stattdessen Glück, Erfolg und Gefährten für ihre Wege durch dick und dünn. Statt eines klingenden Zitats am Ende ihrer Ausführungen gab es eine Hausaufgabe, wie in der Schule üblich, aber für alle. „Lesen Sie mal wieder den ‚Kategorischen Imperativ‘ von Kant oder die zehn Gebote im Internet. Es lohnt sich“, sagte Bastuck, die dann um eine Schweigeminute für einen verunglückten Schüler bat.

„Verweile doch, Augenblick, du bist so schön“, zitierte die stellvertretende Landrätin Regina Bartusch in ihrem Grußwort und sprach damit den strahlenden Absolventen mit Sicherheit aus der Seele. Ihr Appell: sich die in der Schule bewiesene Leistungsbereitschaft und Kreativität zu erhalten. „Reden Sie mit, gestalten Sie das öffentliche Leben mit. Aber heute ist erst einmal Ihr Tag, Ihre Stunde. Ich wünsche Ihnen noch viele weitere glückliche Stunden“, so Bartusch.

Elternbeiratsvorsitzende Angelika Wahmke gratulierte ebenfalls zum bestandenen Fachabitur. Es sei eine sichere Basis für den künftigen Beruf oder das Studium. Ihr Rat war eine Lebensweisheit: Die Fehler, aus denen man lernen könne, solle man möglichst frühzeitig machen.

Humorig und mit einem Schuss Selbstironie gestaltete Schülersprecher Ludwig Dietz seine Ansprache. „Wir kamen vor zwei Jahren als unerfahrene, blauäugige Schüler und sind heute unerfahrene, blauäugige Abiturienten. Gelernt haben wir unter anderem eine Weisheit: Dass man auch mal aufs Maul fallen kann“, so Dietz unter kräftigen Applaus seiner Weggefährten.

Die Zukunftspläne der Absolventen sind bodenständig und bestätigen die angesprochene Leistungsbereitschaft. Selina und Laura – sie gehören zu den Jahrgangsbesten – werden für ein weiteres Jahr die Schulbank drücken. „Wir wollen das normale Abi haben. Dann sehen wir weiter“, erklärten beide. Musikalisch untermalt wurde die Abschlussfeier von Teresa Linke mit der Querflöte.

Von Georg Müller

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