Zum 29. Mal wird die Partnerschaft zwischen Weilheim und Narbonne auf dem Marienplatz gefeiert

Phänomen Französische Woche

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Zur Eröffnung am Donnerstag kamen Organisatoren, Sponsoren, die französische Delegation, Vertreter der Stadt Weilheim sowie Wirte und Händler am Marienplatz zusammen. Evelyne Rapinat (vorne sitzend, fünfte v. li.) vertrat Narbonnes Bürgermeister Didier Mouly; Uta Orawetz (vorne sitzend, vierte v.li.), sprach bei der Eröffnung im Namen der Stadt Weilheim. Landrätin Andrea Jochner-Weiß (vorne sitzend, sechste v. li.); zweiter Bürgermeister Horst Martin (vorne sitzend, siebter v. li.).

Weilheim – „Die Französische Woche ist echt ein Phänomen.“ Mit diesen Worten eröffnete Hans-Georg Geist, Vorsitzender des Gewerbevereins, am Donnerstag das Fest auf dem Marienplatz.

Nirgends in der Umgebung gebe es ein Fest, bei dem die Stimmung so prickelnd sei und so viele gut gelaunte Menschen gemeinsam feiern, führte Geist weiter aus. Der Auftakt der 29. Französischen Woche war gut besucht. Die Tische waren besetzt und an den Buden bildeten sich Menschenschlangen, um Flammkuchen, Crêpe und Wein zu erstehen. „Die Städtepartnerschaft ist lebendig“, sagte Uta Orawetz, die Referentin für Städtepartnerschaft, in ihrer Eröffnungsrede. Sie sei wie ein „lebendes Puzzlespiel“, zu dem die Bayrische Woche in Narbonne, Schülerreisen, Austausch von Kunst und eben auch die Französische Woche in Weilheim gehöre.

Französische Woche 2016

Jeder trägt seinen Teil zum Gelingen der Französischen Woche bei, betonte Uta Orawetz bei der Eröffnung. Denn was wäre ein Fest ohne Gäste und Freundschaft, ohne Musik, Wirte und Händler und ohne die Organisatoren und Sponsoren.

Und so feierten dann auch alle gemeinsam am Donnerstag. Mit den Worten „Auf die Freundschaft“ erklärte Orawetz das Fest für eröffnet. Stellvertretend für Narbonnes Bürgermeister Didier Mouly, eröffnete von französischer Seite Evelyne Rapinat die Veranstaltung. „Ich freue mich sehr, Sie alle wieder in Weilheim zu treffen“, erklärte Rapinat. Bürgermeister Mouly versichere die Freundschaft zwischen Weilheim und Narbonne. Und, so Rapinat, die Städtepartnerschaft sei eine solide Verbindung. „Im Namen der gesamten französischen Delegation möchte ich ihnen allen danken“.

Bis einschließlich Sonntag wurde bei wechselhaftem Wetter gefeiert und das französische Flair mitten in der Stadt genossen. Am Samstagabend konnten die Besucher auch das spannende Fußball EM-Spiel Deutschland gegen Italien auf Bildschirmen verfolgen. Bei regnerischem Wetter drängten sich die Anwesenden unter den Schirmen und Zelten zusammen.

Bei den Wirten löste das Wetter gemischte Gefühle aus: „Das Wetter war eine Katastrophe“, sagte Norbert Vidal stellvertretend für die Wirte, „wir hatten den schlechtesten Samstag aller Zeiten“. Aber, so Vidal weiter, das hatte auch seine gute Seite, so kamen nicht so viele Menschen zum Fußballschauen. Denn, die Idee mit den Übertragungen der EM-Spiele war gut und die technische Umsetzung möglich, nur: es war nicht bedacht worden, dass es zu einer Verlängerung und Elfmeterschießen kommen könnte. Damit endete das Spiel kurz vor Mitternacht – also dann, wenn Sperrstunde ist. Das hätte zu Problemen mit den Fans führen können, die entweder den Sieg weiter feiern wollen oder ihren Frust bei einer Niederlage vielleicht freien Lauf lassen. So waren deutlich weniger Menschen gekommen und die Situation kontrollierbar. Die klare Aussage: eine Kombination aus Französischer Woche und Fußball wird nicht mehr geplant.

Insgesamt können die Organisatoren auf eine friedliche Französische Woche zurückblicken. Bei den Besucherzahlen ist ein deutlicher Einbruch zu verzeichnen. Viel Dank an alle Beteiligten gab es vonseiten der Organisatoren, wie auch seitens der Stadt und der französischen Delegation.

„Für mich ist es das dritte Mal, das ich nach Weilheim gekommen bin“, erzählte Rapinat am Sonntag bei der Pressekonferenz, es sei immer wieder schön. Die französische Delegation hatte eine gute Zeit, inklusive feiern mit singen und tanzen. „Aus meiner Sicht war es ein großer Erfolg“, so Rapinat.

Der junge Künstler Gabriel Deligny aus Narbonne, der im Stadtmuseum seine Werke vorstellte, kann sich freuen: seine Bilder wurden vom Publikum gut aufgenommen. „Jedes Mal wenn ich im Museum war, war es voll“, erzählte Deligny. Auch einige Aufträge für Bilder hat er erhalten. Gut angenommen wurde das „Saft-Mobil“ von sowohl Familien als auch Autofahrern und Jugendlichen.

Von Melanie Wießmeyer

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