"Frohsinn 2000" plant Gardetreffen, Schwarz-Weiß-Ball und Faschingsumzug

Fasching XXL

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Freuen sich auf die kommende Faschingssaison: Thomas Rößle (re. außen) und sein Organisationsteam vom „Frohsinn 2000“.

Peißenberg – Alle drei Jahre gönnt sich der Faschingsverein „Frohsinn 2000“ die ganz große Sause – und in der kommenden Saison ist es wieder soweit: Ab 11. November lassen es die Peißenberger Narren wieder so richtig krachen. Auf dem Programm stehen der Schwarz-Weiß-Ball, das Gardetreffen und als Höhepunkt findet wieder ein großer Faschingsumzug in der Marktgemeinde statt.

Zum Auftakt der närrischen Tage am 11.11. wird ein Prinzenpaar samt Gefolge das Rathaus stürmen und die Regentschaft in Peißenberg übernehmen – allerdings nicht wie gewöhnlich um 11.11 Uhr, sondern erst um 17.17 Uhr. Weil die meisten der Gardetanzmädchen noch schulpflichtig sind, wurde die offizielle Schlüsselübergabe auf den späten Nachmittag verlegt. Außerdem soll danach auf dem Rathausplatz in einem kleinen Partyzelt noch kräftig gefeiert werden. Die Identitäten der Hoheiten werden freilich noch streng geheim gehalten. Für die „Frohsinn 2000“-Verantwortlichen war dem Vernehmen nach aber ordentlich Klinkenputzen angesagt, bis geeignete Protagonisten gefunden wurden: „Das wird immer schwieriger. Man muss mindestens zehn Leute fragen, bis man eine Zusage erhält. Danach aber sind immer alle begeistert“, erzählt Christine Schmid, die Cheftrainerin der Prinzengarde. Und wer ziert sich eher? Potenzielle Prinzen oder potenzielle Prinzessinnen? „Ganz klar der Mann“, versichert Schmid schmunzelnd.

Trotz allem: Der „Frohsinn 2000“ stellt sogar ein Nachwuchsprinzenpaar. Dazu kommen die vier Gardetanzgruppen, die nahezu das gesamte Jahr über proben. Für die Vorbereitung der Faschingssaison wurde eigens ein Organisationskomitee gegründet, das sich regelmäßig zu Sitzungen trifft. Beim „Frohsinn 2000“ greift ein Rädchen ins andere: „Wir haben 210 Mitglieder – und fast alle sind aktiv dabei“, berichtet Vereinschef Thomas Rößle stolz: „Das Team ist unglaublich. Für jeden bedeutet das Ganze zwar einen riesen Aufwand, aber den erledigt jeder so, als ob es keine Arbeit wäre.“ Auch finanziell muss der Verein einiges stemmen: Die Kosten für die Faschingssaison werden vermutlich mit einem fünfstelligen Betrag zu Buche schlagen. Auf einen Zuschussantrag an die Gemeinde will man dennoch verzichten: „Wir brauchen aber für den Faschingsumzug die Unterstützung des Bauhofs“, so Rößle.

Am 14. Januar 2017geht aber zunächst einmal der schon obligatorische Schwarz-Weiß-Ball in der Tiefstollenhalle über die Bühne. Am 4. Februar folgt an selber Stelle das Gardetreffen – und dann kommt es zum Höhepunkt: Am Faschingssonntag, 26. Februar, wird sich von der Moosleite entlang der Hauptstraße und zurück über die Ebertstraße wieder ein Gaudiwurm durch Peißenberg schlängeln. Es soll ein „richtiger Faschingszug“ mit allem Drum und Dran werden, also auch mit großen Motivwagen: „Ich glaube, das wird wieder ein toller Erfolg“, ist Rößle schon voller Vorfreude: „Ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl und zur Halbzeit der Kommunalwahlperiode wird es super Themen geben.“ Zensur, so Rößle, gebe es grundsätzlich keine, solange der gute Geschmack nicht überschritten werde. Beim letzten Faschingszug 2014 waren 30 Wägen und rund 50 Gruppen dabei. Sicherheits- und auflagentechnisch hatte der „Frohsinn 2000“ damals keine größeren Probleme. Im Anschluss an den Faschingszug wird sich das Narrenvolk erneut auf dem Volksfestplatz treffen. Neben einem großen Partyzelt mit der „längsten Bar im Oberland“, wie Rößle verspricht, sollen auch mehrere kleinere Buden aufgebaut werden. Und warum tut sich der „Frohsinn 2000“ die ganze Organisationsarbeit an? Ganz einfach: „Es macht so viel Spaß“, betont Rößle.

Info: Der Kartenvorverkauf für den Schwarz-Weiß-Ball findet heuer nicht mehr in der Kanzlei Trautmann, sondern direkt bei Christine Schmid in der Hans-Glück-Straße 12 statt. Vorverkaufsbeginn ist der 1. Dezember. Reservierungen sind auch unter der Nummer 0171/4483427 möglich.

Von Bernhard Jepsen

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