Fünf Tage Regionalität – 18. Oberlandausstellung stieß bei 32 800 Besuchern und 330 Ausstellern auf positives Echo

Warum die heimischen Wälder so wichtig sind, wie sie geschützt und gepflegt werden, welche Hölzer dort vorkommen und vieles mehr erfuhren die ORLA-Besucher am Stand des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Foto: Gsöll

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PETRA STRAUB und MARIA HOFSTETTER; Weilheim – Am Montag um 18 Uhr schloss die 18. Oberlandausstellung nach fünf Aktionstagen. Mit 32 800 Besuchern fiel die Bilanz von Josef Albert Schmid von der Josef Werner Schmid GmbH durchwegs positiv aus. Ihn hat diesmal vor allem der Einsatz der Landfrauen imponiert, die mit ihrem abwechslungsreichen Programm mit Musik, Gesprächen und Kulinarischem für Gesprächsstoff sorgten. Mit Gesundheitsaktionen und Präsentationen rund um die Themen Bauen, Wohnen und Einrichten, mit prominentem Besuch – von Markus Söder über Alexander Dobrindt bis hin zu Siegfried Rauch traf die ORLA den Geschmack der Besucher. Was bleibt, sind individuelle Erinnerungen an Vorträge und Vorführungen und die Förderung des Wir-Gefühls. Schmid imponierte es, wie die Aussteller „charakterstark die Einmaligkeit herausgearbeitet“ haben für „Produkte und Leistungen, die es nur hier gibt“. Donnerstag und Freitag war die Verbrauchermesse stärker frequentiert als vor zwei Jahren. Der Montag wurde laut Schmid intensiv für Beratungsgespräche genutzt; gut besucht war auch der erste Wirte-Tag. Ob an dem früheren Messetermin festgehalten wird oder künftig wieder der Feiertag am 3. Oktober in die ORLA-Planung einbezogen werden soll, will die Ausstellungsleitung nach gründlicher Analyse entscheiden. Ausgewertet wird auch, woher diesmal die Besucherströme kamen. Die „zufriedenen Ge- sicher der Aussteller und Besucher“ bestärken Schmid darin, das Konzept „Aus der Region für die Region“ fortzusetzen. 2013, das steht fest, wird die 19. ORLA folgen. Die Wetterkapriolen der vergangenen Tage blieben bei der ORLA nicht ohne Wirkung. Eine Windböe am Sonntag ließ das Zelt eines Ausstellers auf dem Freigelände zu Bruch gehen. Der Schweiß stand hingegen so manchem am Samstag auf der Stirn und der Blick nach unten zeigte, dass die freundliche Servicekraft hinter der Theke mit den Füßen in einem Eimer mit kaltem Wasser steckte. Starker Zusammenhalt war überall zu spüren, etwa bei den Bäuerinnen, bei denen die Kuchenstücke, Bauernpizza und Milchshakes wie am Fließband über die Theke gingen. Bei der Second-Hand-Modenschau gemeinnütziger Organisationen in Halle K, wo die Models flippige Mode in gängigen Konfektionsgrößen präsentierten und im Untergeschoss der Stadthalle, wo sich ein Vater Rat suchend an die Betreuer wandte, um zwei seiner jugendlichen Söhne zur Vernunft zu bringen. Die Stimmung unter den Ausstellern war gut, die Resonanz positiv. So berichtet Thorsten Schmidt aus Schongau, der am Stand von „Keramik + Stein“ Fliesen, Natursteine und Kamine bewarb zwar von weniger Besuchern als 2009, jedoch von interessierten Kunden und ausreichend Zeit für Gespräche. Er hofft, dass in den kommenden vier bis sechs Wochen zahlreiche Kunden auf seine Angebote zurückkommen. Gerhard Treiblmair, Leiter der Privatkundenberatung der Vereinigten Sparkassen, berichtet ebenfalls von guten Kundengesprächen. Das Unternehmen habe die längeren Öffnungszeiten beworben und Möglichkeiten zur Finanzierung von Photovoltaikanlagen aufgezeigt. Viele hätten Interesse gezeigt. Susanne Feneberg von eBike Oberland in Benediktbeuern war mit ihrem Mann im Außengelände zu finden. Dass mittlerweile viele wissen, worum es sich bei e-Bikes handelt, freute sie. Einen „super Platz“ habe sie erhalten, „an dem jeder vorbei kommt“.

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