Ganz ohne Schiedrichter

Die fairste Sportart der Welt: In Penzing wurde die DM-Qualifikation Süd im Ultimate Frisbee ausgetragen. Fotos: Krivec

Rasant ist es auf dem Sportgelände des FC Penzing hergegangen, als kürzlich neun Frisbee-Mannschaften um die DM-Qualifikation Süd im Ultimate Frisbee kämpften. Gastgeber Weßling, der sich mit dem Landsberger Team „SOUL“ (Spirit of Ultimate Landsberg) zusammengetan hatte, erreichte das selbst gesteckte Ziel nicht und musste sich mit Platz 8 begnügen. Für die Deutsche Meisterschaft qualifizierten sich in Penzing die „Bad Raps“ aus Bad Rappenau und „Force Middle“ aus Kassel und Göttingen.

Das Besondere an Ultimate Frisbee: Der schnelle Teamsport kommt ganz ohne Schiedsrichter aus. In strittigen Situationen versuchen sich die beteiligten Spieler zu einigen, wenn das nach etwa 30 Sekunden nicht geschieht, so wird die Situation vor dem letzten Abwurf wiederholt. „Das kommt aber relativ selten vor“, erklärt SOUL-Trainer Bernhard Frötschl. Die Spiele bei der DM-Qualifikation wurden im Round-Robin-Modus ausgetragen – das bedeutet jeder gegen jeden. Die ersten beiden Plätze berechtigen dann zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft in der zweiten Liga, die Plätze drei bis sechs reichen, um in der dritten Liga mitspielen zu dürfen, so Frötschl. Ziel für das gemischte Team aus UltimateAmSee Weßling und SOUL war also ganz klar der 6. Platz. Doch es sollte anders kommen. Das Team aus Weßling, welches Frötschl auch trainiert, konnte nicht mit allen Stammspielern aufwarten, daher unterstützten die Landsberger Spieler Lukas Frechen, Simon Holzmann und Bernhard Brey, sowie Frötschl selbst, die Weßlinger. Nachdem bereits am ersten Spieltag alle Partien zugusten der Gegner ausgingen, schien die Chance auf eine DM-Teilnahme verspielt. Gegen die Favoriten aus Bad Rappenau musste sich UltimateAmSee mit 11:4 geschlagen geben. Auch gegen den späteren Zweitplazierten Force Middle stand eine 11:5-Niederlage zu Buche. Doch die Weßlinger und Landsberger gaben nicht auf und näherten sich am zweiten Tag ihren Gegnern zusehends an. Gegen die Feldrenner aus Mainz gewann die Mannschaft sogar mit 11:6 – es sollte aber der einzige Sieg bleiben und mit Platz 8 verpasste die Spielgemeinschaft ihr Ziel nur knapp. Gewonnen aber haben SOUL und UltimateAmSee aber dennoch: Sie bekamen den wichtigen Preis für die fairste Mannschaft, den sogenannten Spirit-Award. Jedes Team bewertet nach dem Spiel das gegnerische Team in Bezug auf Regelkenntnis, Fouls und Körperkontakt, Aufrichtigkeit und Fairplay sowie positive Einstellung und Selbstbeherrschung.

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