Fast 2000 Narren feiern ausgelassen in Weilheim – Großer Faschingsumzug begeistert in Schongau

Gaudiwurm und Schunkelhits

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„Ja wo laufen sie denn?“ Das Ehepaar Stibich mit Thronsessel.

Weilheim/Landkreis – Das Rheinland hat ihn. In den Faschingshochburgen im Oberland ist er ebenfalls beliebt. Seit vergangenem Sonntag hat auch Weilheim seinen Gaudiwurm.

Der Weilheimer Innenstadtfasching 2016 wird mit zwei gelungenen Premieren und jeder Menge Spaß in die Narrhalla-Geschichte eingehen. Die Rede ist hier vom ersten Handwagenumzug durch die Fußgängerzone und zwei Chinesischen Drachen, die nach dem chinesischen Kalender mit ihren Tänzen das Neue Jahr begrüßten.

Weilheim in Narrenhand

Zum Höhepunkt und Ausklang der fünften Jahreszeit traf sich das faschingsbegeisterte Volk auch in Schongau und vielen anderen Orten. Der Landkreis im Faschingsfieber: „Heute sind die Narren los“, war oft zu hören. Am Aschermittwoch bleibt ein Rückblick auf fröhliche Tage und Nächte. Mehr im Innenteil.

Weilheim in Narrenhand

Handwagenumzug begeistert das Publikum – Partystimmung auf dem Marienplatz

Punkt 13 Uhr setzten sich am Faschingssonntag die Handwagen, von weithin hallenden Böllerschüssen angekündigt, in Bewegung und zogen vom „Dachsbräu“ durch die Fußgängerzone.

Hier bestaunten Kinder und erwachsene Zaungäste, die oft selbst in Faschingskostüme geschlüpft waren, die originell geschmückten Bollerwagen der Vereine und weiteren Teilnehmer. Auch die Bonbon-Werfer und Stimmungsmacher fehlten natürlich nicht. Diesen Part hatten unter anderem die Stadtkapelle, Trommler- und Spielmannszüge sowie die African German Connection lautstark mit viel Enthusiasmus übernommen.

Parallel zum Zug fanden sich immer mehr Maschkera, verstärkt durch die Zuschauer des Gaudiwurms, auf dem Marienplatz ein. Hier stieg das Stimmungsbarometer, angeheizt durch DJ „Uncle Dan“.

Nach dem Eintreffen der Zugteilnehmer setzte das Bühnenprogramm mit dem Tanz der Drachen und den Garden ein: Allen voran die Showtanzgruppe Wild Angels, gefolgt von den Peißenberger und Pöckinger Garden. Ohne Zugaben kam kaum eine Gruppe von der Bühne. Als unermüdlicher „Einpeitscher“ fragte Narrhalla-Chef Josef Wiedemann im Viertelstundentakt die Stimmung ab mit „Geht’s euch gut?“ Er ließ Hände zum Himmel recken, animierte das närrische Volk zum Schunkeln, Klatschen und Tanzen. Die als Schlümpfe, Clowns, Elfen, Klosterbrüder und -schwestern Verkleideten ließen sich nicht lange bitten. Nach den Auftritten wurde bis 20.30 Uhr vor und auf der Bühne in bester Partymanier getanzt. Den Faschingsgästen gefiel es, wie die Facebook-Kommentare zeigen.

Auch die Veranstalter waren voll zufrieden. Josef Wiedemann fand das Fachingsspektakel „mega“. „Es war eine überwältigende Stimmung und eine Supergemeinschaft“, zog er am Montag mit rauer Stimme Bilanz.

von Georg Müller

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