Angerbach": Bürgermeister unterzeichnen Zweckvereinbarung

Gemeinsam gegen das Hochwasser

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Eberfings Bürgermeister Georg Leis (links) und Weilheims Bürgermeister Markus Loth bei der Unterzeichnung der Zweckvereinbarung zum Hochwasserschotz am Angerbach.

Weilheim – Nun ist es offiziell auf Papier festgehalten: Weilheim und Eberfing machen in Sachen Hochwasserschutz am Angerbach gemeinsame Sache. Am Dienstag besiegelten die Bürgermeister Georg Leis und Markus Loth die Zusammenarbeit mit ihren Unterschriften.

Bereits seit dem Jahr 2008 wird an einer Lösung für das Problem gefeilt. Die Unterzeichnung der Zweckvereinbarung war nun ein weiterer wichtiger Schritt, um den Hochwasserschutz zu realisieren. „Das ist eine weitreichende Entscheidung“, zeigt sich Loth zufrieden. Und auch sein Amtskollege aus Eberfing freut sich: „Auf dieser Basis legen wir jetzt los.“ So einfach ist das jedoch nicht. Drei Anträge müssen erst vom Landratsamt abgesegnet werden. Das Planfeststellungsverfahren Eberfing beinhaltet alle Maßnahmen auf dem Gebiet der Gemeinde: Ein Rückhaltebecken am Ramseer Bach, den Gewässerausbau am Weidenbach samt Umleitungsdamm, den Neubau zweier Brücken sowie eine Flutmulde und die Ertüchtigung eines Deiches südlich von Eberfing. Im Planfeststellungsverfahren Weilheim Ost wird der Abschnitt zwischen der Grenze zu Eberfing bis zur Zotzenmühle zusammengefasst. Zwei Rückhaltebecken sind hier vorgesehen; ebenso der Ausbau an Anger- und Simmetsbach, eine Brücke, eine Flutmulde und der Neubau eines Teilungswehres für Stadt- und Simmetsbach. Der dritte Teil, das Planfeststellungsverfahren Weilheim West, reicht von der Zotzenmühle bis zur Mündung in die Ammer. Hier sollen unter anderem die vorhandenen Rohre saniert werden. Außerdem soll ein Schöpfwerk nahe der Ammerschule gebaut werden. Bis das Okay vom Landrats- amt kommt, kann allerdings noch einige Zeit vergehen.

„Bis zu einem Jahr“, schätzen die Bürgermeister. „Wann aber tatsächlich gebaut wird, das ist noch nicht abzusehen“, ergänzt Leis. Hinzu kommt im Rahmen des nun laufenden Verfahrens die Auslegung der Pläne, bei der die Öffentlichkeit noch Einwände bringen kann. „In dieser Phase reicht aber kein einfaches Dagegensein mehr“, erklärt Loth. „Es müssten schon noch konstruktive Vorschläge kommen.“ Die angesetzten 20 Millionen Euro relativieren sich durch die erwarteten Zuwendungen. „Wir rechnen mit Zuschüssen von bis zu 70 Prozent“, ist Loth zuversichtlich. Die Restkosten werden aufgeteilt. 13 Prozent übernimmt Eberfing, maximal soll diese Summe bei 400 000 Euro liegen.

Ursula Gnadl

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