Mit "gemischten Gefühlen" Französische Woche trotzte dem Wetter

Altbürgermeister Johann Bauer feierte nicht nur seinen 85. Geburtstag sondern ihm wurde auch von der französischen Delegation die Medaille von Narbonne überreicht. Foto: Jazbec

– Am Donnerstag- vormittag sorgten das Unwetter und Überschwemmungen für Aufregung in ganz Weilheim, so dass Bürgermeister Markus Loth die Gäste am Abend „mit gemischten Gefühlen“ zur Französischen Woche begrüßte.

Für ihren unermüdlichen Einsatz dankte Gewerbeverbandsvorsitzender Hans-Georg Geist den Wirten und Organisator Arthur Wilm. Im Anschluss stand Altbürgermeister Dr. Johann Bauer mitten im Geschehen. Als Begründer der Städtepartnerschaft erhielt er von den Narbonner Stadträten die Medaille der Stadt Narbonne überreicht. Bestens gelaunt sah man auch am ersten Tag den französischen Stammtisch aus Weilheim direkt bei den Wirten aus Narbonne. Hierzu Christiane Weill, Hauptorganisatorin: „Das ist doch ein schöner Zufall für uns, dass die Eröffnung auf unseren Stammtisch-Donnerstag fällt“. Ausgelassen wurde auf französisch gesungen und auch Ingo Remesch, Weilheims zweiter Bürgermeister, ließ es sich nicht nehmen ein paar Lieder mitzusingen und mitzufeiern. Alles in allem erreichte die Französische Woche wieder ihr selbstgestecktes Ziel: Sich mit Freunden treffen, ausgelassen feiern, leckere französische Spezialitäten genießen und dabei gute Musik hören. Rund 15 000 Menschen besuchten insgesamt über die vier Tage verteilt das Weilheimer Fest. Wie jedes Jahr ist es den Hauptverantwortlichen gelungen einen anspruchsvollen Musikmix zu bieten. So sorgten am Donnerstag die Stadtkapelle Weilheim und anschließend Carmela Marie mit Jazz, Bolero und Bossa für heitere Stimmung. „Wir sind wegen dem Wetter mit einem ,blauen Auge’ davon gekommen“, so Arthur Wilm vom Gewerbeverband, „denn trotz Kälte und Regenschauern kamen die Gäste immer wieder auf den Marienplatz um zu feiern“. Dem konnte Wirtesprecher Rainer Instinsky nur beipflichten: „Es ist wirklich ein Phänomen, sobald der Regen aufhört kommen wieder die Gäste und sorgen für eine super Stimmung. Auch wenn es in diesem Jahr für die Wirte nicht so optimal gelaufen ist, aber das holen wir im nächsten Jahr wieder auf. Kompliment an die Besucher.“ Laut dem zweiten Bürgermeister Ingo Remesch ist die Stadt Weilheim nicht mehr mit einem blauen Auge davongekommen: „Neben den Verlusten für die vielen Hochwassergeschädigten muss dennoch das Feiern weitergehen. Unsere Gedanken gehören den Familien, die an diesen Tag keinen Grund gehabt haben zu feiern.“ Positiv sah Marije Berisha vom Stand Amadeé ihren ersten Einsatz auf der Französischen Woche: Noch bei den ersten Gästen mit dem Gedanken „Oh Gott wo fang ich an“, meinte die Chefin: „Aber dann machte es soviel Spaß, dass ich am Sonntag dachte, jetzt könnte es noch eine Woche weitergehen.“ Mit einem Geschenk bedankte sich Arthur Wilm am Ende des Pressegesprächs bei Waltraud Stibich, allen bekannt als „Waldi“, für 20 Jahre Spüldienst. Sichtlich gerührt gab sie dieses Dankeschön auch an ihre Helfer weiter: „20 Jahre sind eine lange Zeit, wir haben viel gearbeitet, aber wir hatten auch viel Spaß dabei“. Und schon ist die Französische Woche in Weilheim wieder vorbei! Nach vier Tagen mit tollen Bands und guter Laune heißt es jetzt wieder ein Jahr warten. Und dann wird das große Jubiläum gefeiert: 25 Jahre Französische Woche in Weilheim.

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