Gesellenprüfungen der Schreiner- und Maurerklassen auf hohem Niveau

Zielstrebig und engagiert

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Motivation bei den Schreinern. Melanie Guhr (links) und Johannes Gerig (rechts) arbeiten an ihren Gesellenstücken. Zwischen ihnen Jakob Waas und Thomas Gerold.

Weilheim – Die Attraktivität der Holz- und Maurerberufe ist ungebrochen hoch. Das beweisen die Prüflingszahlen an der Berufsschule Weilheim. Heuer stellten sich 42 Schreiner- und Zimmerer- sowie 40 Maurerlehrlinge den Gesellenprüfungen.

Der vergangene Freitag markierte nach dreijähriger Lehrzeit den Sprint ins Ziel für die jungen Leute, die sich aus drei Landkreisen – Weilheim/Schongau, Garmisch-Partenkirchen und Starnberg – der praktischen Prüfung stellten. Die schriftliche Prüfung wurde bereits am 1. Juli abgelegt.

Ob Phonoschränke und Schreibtische bei den Schreinern oder Segmentbögen mit Aussparung bei den Maurern: Konzentration war oberstes Gebot, und die unausgesprochene Devise hieß: „Bloß keinen Fehler machen.“ 

Für die aufsichtführenden Berufsschullehrer und Mitglieder der Prüfungsausschüsse sind die diesjährigen Absolventen „Leistungs-Trendsetter“ auf hohem Niveau. „Alle wissen vom Berufsgrundschuljahr an, was sie wollen. Sie waren motiviert und engagiert. Der Jahrgang bewegt sich auf dem hohen Leistungsstand der letzten Jahre. Ich habe das Gefühl, dass sie mich als Lehrer nicht mehr brauchen. Das heißt: Ziel erreicht“, beschrieb Jakob Waas, Fachlehrer im Bereich Holz, seine persönlichen Eindrücke.

Ihr Ziel vor Augen, das hatten die Prüflinge. „Ich bleibe meinem Wunschberuf Schreiner treu. Ich kann selbstständig arbeiten und meine Kreativität ausleben“, erklärte Johannes Gerig bei der Vollendung seines Gesellenstücks. 

Schweiß floss bei den Prüfungsstücken der Maurer. Steine wurden geschleppt, Mörtel angerührt, der obligate Zollstock war ständig in Griffweite. 

Für Josef Ostler, den Prüfungsvorsitzenden der Maurer, liegt der seit Jahren hohe Leistungsstand am Engagement der jungen Leute, aber ebenso am dualen System, der gelungenen Verbindung zwischen den Ausbildungsbetrieben und der Schule. Beim Beruf Maurer sieht der Handwerksmeister einen vollzogenen Imagewandel. Von dem früheren Maurer mit der Bierflasche in der Hand sei nicht mehr viel geblieben. Heute werde ein umfangreiches Grund- und Fachwissen, wie beispielsweise in den Bereichen Schall-, Wärmedämmung und Chemie, gefordert und geliefert. Auch seien die Aufstiegschancen zum Meister und Hochbauingenieur so gut wie nie zuvor, sagte Ostler. 

Die Gesellenstücke werden am Wochenende 20. und 21. Juli im Weilheimer Pfarrheim „Miteinander“ in der Theatergasse zwischen 10 und 16 Uhr vorgestellt. Die interessierte Öffentlichkeit ist dazu herzlich eingeladen.

Von Georg Müller  

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