Béla Rieger entführte die Zuschauer noch einmal nach Verona

"Grande Finale" in Weilheim

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Das Grande Finale war ein Spektaktel, das 10 000 Menschen gesehen haben. Auf der Bühne verabschiedeten sich Martin Kälberer, Pippo Pollina und Werner Schmidbauer.

Weilheim – Wer in Verona dabei war, kann es verstehen: Die riesige Warteschlange vor dem Trifthof-Kino, und das eine Stunde vor Filmbeginn. Ein entspannter Béla Rieger präsentierte vergangene Woche ein unvergessliches Erlebnis: Das "Grande Finale", aber diesmal in Weilheim.

Vor einem Jahr zog eine Karawane gegen Süden – nämlich nach Verona. Damals waren es über 10 000 Menschen, die hunderte Kilometer auf sich genommen hatten, um drei sympathische Musiker zu sehen. Es war das Abschiedskonzert von Werner Schmidbauer, Martin Kälberer und Pippo Pollina. 

Nach Weilheim sind sie auch diesmal von überall her gekommen. 700 Zuschauer wollten es wieder erleben, dieses „Grande Finale“. Kreisbotenmitarbeiterin Conny Gschwendtner war vor einem Jahr selbst in Verona beim Konzert dabei. Sie hat es sich nicht nehmen lassen, das Grande Finale ein zweites Mal zu erleben. 

Die Idee war auf dem Münchner Fernsehturm entstanden, als sich Béla Rieger und Pippo Pollina zum Essen trafen und hoch droben auf das Olympia-Stadion schauten. Da diese Nummer doch etwas zu groß war, kam die Idee: Wie wäre es in der Arena di Verona? Und so geschah es.... 

Am Dienstag, genau ein Jahr danach, war in den fünf ausverkauften Kinosälen ein Hauch von Verona zu spüren. Wer damals bei der Süden-Tour nicht dabei sein konnte, hatte die Möglichkeit, in einer gefühlten ersten Reihe zu sitzen. Vor allem waren auch Fabian Feiner, Regie, vom Ton Peter Schmidbauer, Bassist Alex Klier und aus Zürich Pippo Pollina angereist, um wieder einmal diesen Aufwand von Béla Rieger zu honorieren. Werner Schmidbauer und Martin Kälberer befanden sich allerdings im Urlaub. 

Beim ersten Lied „Dove sei stato“ jubelten die Kinobesucher in Weilheim. Jeder bekam, wie damals vor einem Jahr in Verona, Gänsehaut. Bei „Camminado“ wurden die Zuschauer daran erinnert, wie Pippo Pollina vor 25 Jahren für 7 000 Lira nicht in, sondern vor der Arena in Verona mit seiner Gitarre vor einem großen, geöffneten Koffer gesungen hatte. Bei dieser wahnsinnigen Akustik wusste niemand so genau, ob es die Zuschauer im Saal waren oder das Publikum von damals, die begeistert mitsangen, mitklatschten oder jubelten. Es wirkte alles so echt. Bei jedem Lied wurde das Kino in einen „Hauch von Süden“ verwandelt. Besser noch, jetzt konnte jeder auch einmal die Noten von Qualcosa di Grande, des Arena di Verona Ensembles, begutachten, den Streichern auf die Hände schauen und ein hautnahes Gitarrenriff miterleben. 

„An einem Abend, so wia heit, hock ma (fast) alle wieder beinander...“ Je länger man in diesem Kino verweilte, desto schneller kamen wieder all diese alten Erinnerungen hoch. Zwischendurch entdeckte man in diesem Film auch bekannte Gesichter wieder, da die Kamera „jeden Moment gesammelt“ hat. Wie vor einem Jahr verging die Zeit „Passa il tempo“ und „wir müssen wieder alle unseren Weg gehen – alloa“. 

Schade, denn das war das Abschiedskonzert dieser drei unglaublichen Musiker, empfand nicht nur Conny Gschwendtner an diesem Abend. Ein großer Dank geht an Béla Rieger, denn er hatte seine Besucher zweieinhalb Stunden wieder auf die wunderbare Reise nach Verona mitgenommen, diesmal war die Anfahrt für einige aber nicht so lang. Wer das Abschiedskonzert von Werner Schmidbauer, Martin Kälberer und Pippo Pollina verpasst hat: Ab 31. Oktober gibt es die Möglichkeit, eine Doppel-CD oder DVD zu kaufen. Ob Verona im Süden oder Weilheim im Regen, es war auf jeden Fall wieder ein Erlebnis.

Von Conny Gschwendtner

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