230 Feuerwehrleute und drei Hubschrauber im Einsatz

Großbrand im Vogelschutzgebiet

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Die Flammen lodern aus dem Schilf, der Helikopter der Landespolizei versucht mit 500 Liter Wasser das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Die Feuerwehr löscht vom Boden aus.

Fischen/Aidenried – 230 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des roten Kreuzes rückten aus, als am Dienstag gegen 14.27 Uhr in Mitterfischen/Aidenried mehrere Hektar Schilf in Flammen standen.

Drei Hubschrauber der Landes- und Bundespolizei mit Auslassbehältern mit einem Volumen von 500 bis 5 000 Litern holten Wasser aus dem Ammersee.

Brand in Fischen

Der Nordostwind, der seit einigen Tagen das schöne Wetter begleitet, aber auch das Land austrocknet, sorgte dafür, dass durch den Funkenflug immer wieder neue Brandherde entstanden. Meterhohe Flammen und dicke graue Rauchsäulen schlugen aus dem 15 Hektar großen Gelände, welches dem Landratsamt gehört und ein Vogelschutzgebiet ist. Der Schilf- und Buschgürtelbrand breitete sich aus. 

Daher war es für die zwölf Feuerwehren vor Ort sehr schwierig, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen, wie Einsatzleiter Markus Deutschen- bauer erklärte, „denn das Gelände ist unwegsam und es gibt kein Wasser.“ Gegen 16.30 Uhr reihte sich Feuerwehrfahrzeug an Feuerwehrfahrzeug, der Rettungswagen an drei Tanklöschfahrzeuge, Rüstfahrzeuge, einen Unimog und ein Quad. 

Durch Pendelverkehr der Tanklöschfahrzeuge, die bis zu 5 000 Liter Wasser aufnahmen, konnte das Wasser bis zur Einsatzstelle gepumpt werden. Die Feuerwehrmänner löschten mit 300 Meter langen Schläuchen den Brand. „Dank dem kombinierten Einsatz von den Hubschraubern und der Feuerwehr konnte das Feuer gelöscht werden“, erklärte Kreisbrandmeister Stefan Himml. Um kurz vor 20 Uhr fuhr das letzte Fahrzeug von der Einsatzstelle. 

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei kommt als Brandursache ein Räumfeuer in Betracht, das durch einen Windstoß außer Kontrolle geraten ist. Vier Männer im Alter von 51 bis 67 Jahren konnten ausfindig gemacht werden, berichtet die Polizei. Die Beamten ermitteln wegen fahrlässiger Brandstiftung. Weitere Untersuchungen zum Tathergang dauern noch an.

Von Alma Jazbec

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