Großes Kino in kleiner Gemeinde

Der Filmpalast Kaufering feiert am heutigen Mittwochabend die offizielle Eröffnung. Überschattet wird das große Ereignis von der Nachricht, dass Kinobetreiber Werner Rusch nun offensichtlich in Penzing ein Großkino bauen möchten. Foto: Kinopalast Kaufering

Einst haben sie einträglich zusammengearbeitet, jetzt wetzen sie die Messer: Michael Hain und Her­- mann Huber vom Filmpalast Kaufering und Multiplex-Kinobetreiber Werner Rusch. Letzterer will nach dem gescheiterten Anlauf in Landsberg nun offensichtlich in Penzing ein Großkino mit zehn Sälen bauen.

Angesichts dieser neuen Entwicklung muss Kauferings Bürgermeister Dr. Klaus Bühler nachjustieren. Grund: Als sich der Stadtrat im Sommer mit dem Baurecht für ein Großkino in der Nähe des InCenters befasste, warnte Bühler die Lechstädter davor, „Boden für einen ruinösen Wettbewerb“ zu bereiten. Die Absage für das Projekt folgte auf dem Fuß – indes aus anderen Gründen. Inzwischen steht Penzing in der Gunst des Aichacher Kinobetreibers und Dr. Bühler muss sich nun an seinen Amtskollegen Johannes Erhard wenden, wenn er sich weiter schützend vor den „Filmpalast“ in Kaufering stellen möchte. Dieser feiert übrigens heute Abend offizielle Eröffnung. Möglich wäre das neue Großkino im Penzinger Gewerbege­biet „An der Landsberger Straße“. Dort kann die Gemeinde derzeit noch „baureife Parzellen je nach Flächenbedarf“ anbieten. Die infrastrukturelle Lage nahe der A96 sei „sehr gut“, wirbt Penzing auf ihrer Homepage, außerdem sei der Standort von der Autobahn aus einzusehen – „ideale Werbewirk­samkeit“ also. Zudem liegt der Standort nahe an der Großen Kreisstadt Landsberg, die ja kein Großkino haben wollte. Mit dem Vorstoß von Kinobe­treiber Werner Rusch hat sich der Penzinger Gemeinderat bereits befasst – nichtöffentlich. Rusch war bis zu Redaktionsschluss des KREISBOTEN nicht zu erreichen.

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