Grün statt weiß

Die Piste in Böbing sieht aktuell wenig winterlich aus, für Liftbetreiber Werner Erhard ist das aber noch kein Problem. Foto: kb

Am Donnerstag hat für die Meteorologen offiziell der Winter begonnen. Schnee ist allerdings weit und breit nicht in Sicht. Was in den alpinen Skigebieten derzeit zum handfesten Problem wird, beunruhigt die Betreiber der Skilifte in Hohenfurch, Bernbeuren und Böbing noch nicht.

In den vergangenen Wochen war das Wetter fast schon sommerlich und so stellt sich die Frage: Wann beginnt endlich die Skisaison? Die großen Skigebiete wie die Zugspitze mussten den Saisonstart bereits nach hinten verlegen und warten vergeblich auf Minusgrade und Schnee. So eilig haben es die kleineren Liftbetriebe im Landkreis noch nicht. Maria Erhard, die zusammen mit ihrem Mann Werner seit 30 Jahren den Lift in Böbing betreibt, kennt das schneefreie Wetter gut. Ihrer Erfahrung nach beginnt der Skibetrieb erst später. „Wenn im Januar noch kein Schnee liegt, dann mache ich mir ernsthaft Gedanken.“ Der Hohenfurcher Liftwart Markus Hefele gerät auch noch nicht in Panik. Er hoffe darauf, dass die Saison spätestens bis Weihnachten beginnen kann. „Generell macht mir das Wetter schon Sorgen, weil der Schnee mittlerweile oft erst im Februar kommt.“ Doch bis zu den Schulferien könne er warten, da der Hohenfurcher Lift hauptsächlich ein Kinderlift sei. Seit 1988 ist Hefele für den Skiclub als Liftwart tätig und erinnert sich, dass in den Novembermonaten die Lifte sowieso eher selten in Betrieb gewesen sind. Auch Johann Fichtl, der für den Lift in Bernbeuren zuständig ist, rechnet noch nicht so bald mit dem Schnee. Seit 23 Jahren betreibt er den Lift. „Das ist schon normal, ich bin froh, wenn dann an Weihnachten viel Schnee liegt.“ Seinen Aufzeichnungen nach dauere die Skisaison durchschnittlich 40 Tage und die Hochsaison im Landkreis könne auch mal bis Mitte März gehen. Startklar sind sie trotzdem alle schon, denn aufbauen wollen die Betreiber die Lifte natürlich lieber bei wärmeren Temperaturen. Man wisse zudem nie, wann es zu schneien beginnt. „Sehr außergewöhnlich war es, als wir vor einigen Jahren am 11. November schon Betrieb hatten,“ sagt Johann Fichtl. Doch im Moment sei die Wetterlage noch nicht beunruhigend. „Wichtig ist, dass der Winter kommt. Wann ist egal,“ meint Hefele.

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