Ein Haus, das beschützt

Das Mehrgenerationenhaus St. Anna wurde vergangenes Wochenende mit einem bunten Festakt eingeweiht. Den kirchlichen Segen erhielt die Caritas-Einrichtung durch den Augsburger Bischof Dr. Walter Mixa persönlich, der alle Räume, Besucher und Mitarbeiter gleichfalls bedachte. Das Mehrgenerationenhaus ist eines von 60 unter katholischer Trägerschaft, deutschlandweit sind es 500. Es wird vom Bundessozialministerium fünf Jahre lang jährlich mit je 40000 Euro gefördert. „Es ist ein Haus, das verbindet und beschützt“, beschrieb es Regionaldekan Peter Brummer in seiner Predigt.

Ein vielfältiges Rahmenprogramm lieferte den rund 500 Besuchern des Regionalzentrums am Eröffnungstag schon einmal einen ersten Vorgeschmack, wie das generationsübergreifende Miteinander künftig aussehen könnte. Es wurde gespielt, gesungen und miteinander debattiert. Fröhliche Kinder, Jugendliche, Persönlichkeiten aus Politik und Öffentlichkeit, Eltern und Großeltern im gemeinsamen Beieinander; für Skeptiker war kein Platz frei. Aktionen, wie Malstation, Büchermarkt, Quali-Training, Farbenwerkstatt, Torwandschießen, Kasperletheater, Ruhe- und Gesprächsoasen, füllten die Räume mit quirligem Leben. Den Höhepunkt des Programms und zugleich den Abschluss bildete der gemeinsame Luftballonstart mit Bischof Mixa am späten Nachmittag. Besonders beeindruckt zeigten sich die Gäste von der Fülle des im Haus praktizierten Programms „Starke Leistung für jedes Alter“. Es hält ein dichtes Netzwerk an sozialen Angeboten und Dienstleistungen bereit. Dazu zählen neben dem neu eingerichteten Mehrgenerationen-Café, das Kindernest, Betreuung von Schwangeren, Schuldenberatung, Gesprächskreise, Bildungsveranstaltungen, Workshops für Jugendliche, Kleiderkammer, Betreuung für Arbeitslose und Wiedereinsteiger und vieles mehr. Caritas Kreisgeschäftsführer Achim Gerbig beschrieb den Gästen in seiner Ansprache das Werden des Projekts. „Als wir 2006 vom Aktionsprogramm „Mehrgenerationenhaus“ der Bundesregierung hörten, sagten wir, das ist es und beschlossen die Teilnahme am Förderprogramm. Wir mussten jedoch eine Menge lernen, wie etwa das Prozedere von Telefonkonferenzen, Briefings und die Übersetzung von Behördenlatein. Am Ende stand ein 70 Seiten fassender Online-Antrag, der erst einmal abgelehnt wurde“, schilderte er den schmunzelnden Zuhörern. Erst der zweite Antrag (ebenfalls 70 Onlineseiten) im Jahr 2007 habe dann zum gewünschten Erfolg geführt. Zwischenzeitlich hätte das Projektteam ans Aufgeben gedacht, dann aber doch weiter gearbeitet. Unfreiwillig Humor ins Spiel brachte Regionaldekan Peter Brummer mit einem Freundschaftsband, bei dem er vor der Verteilung die Bedeutung der Farben abfragte. Auf die Frage „Was verbindet sie mit Grün?“ erhielt er erst einmal leises Gelächter. Bischof Mixa kündigte an, in gebotener Kürze auf das Wesentliche zu kommen und tat es. Er erklärte die drei Säulen der Kirche, die Verkündigungsfeier, die begeisternde Feier des Gottesdienstes und die Caritas, die im Alltag erfahrbare Liebe zwischen Menschen. Seine Mahnung: „Christen kümmern sich um ihre Nächsten“. mü

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