Helmut Guggenmos geht in den Ruhestand

Neue Führung im Jobcenter

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Agentur- und Landkreisvertreter kamen zu einer kleinen Abschiedsfeier und zur Vorstellung der neuen Geschäftsführerin in Weilheim zusammen. V. li.: Christian Bockes, Monika Lex, Michael Schankweiler, Bernhard Krug, Andrea Olschewski-Schmitt, Georg Leis, Andrea Jochner-Weiß, Roland Kauf, Helmut Guggenmos, Jörg Michael Hentschke, Wolfgang Pichura.

Weilheim – „Helmut Guggenmos hat das Jobcenter so geschaffen, wie es ist und geprägt“, sagt Landrätin Andrea Jochner-Weiß über den scheidenden Geschäftsführer des Jobcenters Weilheim-Schongau. Als herausragende Qualitäten nannte sie außerdem „großes Einfühlungsvermögen und Führungskraft“.

Zum 1. März geht Guggenmos in den Ruhestand. Seine Nachfolgerin wird Andrea Olschewski-Schmitt sein, die zuletzt vertretungsweise das Jobcenter Garmisch-Partenkirchen leitete.

Guggenmos „wird eine große Lücke hinterlassen“, erklärte Michael Schankweiler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit. Er verwies auf die hohe fachliche Kompetenz und das soziale Engagement. Seit der Gründung des Jobcenters vor über einem Jahrzehnt ist Guggenmos als Geschäftsführer für dessen Geschicke mit verantwortlich. Davor war er als Arbeitsberater für Schwerbehinderte und Rehabilitanden für die Agentur tätig. Guggenmos selbst sagte, er gehe mit einer „schönen Traurigkeit und Dankbarkeit“. Es sei traurig, denn er lasse einen Lebensabschnitt hinter sich. Viele Menschen, die er schätze, werden nun nicht mehr Teil seines Alltags sein. Die Arbeit sei manchmal ein Widerspruch: zum einen gilt es die Behörde zu vertreten (und auch zu sagen, das Geld reicht zum Leben), zum anderen sei es ihm immer ein Anliegen gewesen, den Menschen zu helfen. Außerdem ist er dankbar, dass Olschewski-Schmitt übernimmt und die Arbeit eine tolle Aufgabe war. Zu seiner Nachfolgerin gewandt sagte er: „Ich bin sicher, das Jobcenter liegt bei dir in guten Händen.“

Auf die Frage, was er im Ruhestand als erstes tun würde, meinte Guggenmos: Das wird wohl eher ein Unruhestand. Er nehme sich sowohl Zeit für die Familie und Freizeitaktivitäten, als auch für die ehrenamtliche Tätigkeit als Vorsitzender des Vereins Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung und als Verwaltungsratsvorsitzender der Oberland Werkstätten. Als allererstes werde er nach Portugal (vermutlich Lissabon) fliegen und mit dem Rad wieder zurückfahren.

Olschewski-Schmitt bedankte sich für das ihr entgegen gebrachte Vertrauen: „Ich freue mich, ein eingespieltes Team zu übernehmen.“ Landrätin Jochner-Weiß drückte ihre Hoffnung aus, dass „die Seele, die Herr Guggenmos dem Jobcenter gegeben hat, durch Frau Olschewski-Schmitt weiter erhalten wird“. Schankweiler bescheinigt ihr ebenfalls ein hohes Maß an fachlichem Wissen und Kompetenz. Der neuen Geschäftsführerin ist es natürlich wichtig, dass Langzeitarbeitslosigkeit vermieden wird, und die Kunden bei ihrer Suche nach einem neuen Arbeitsplatz bestmöglich unterstützt werden.

Als Herausforderung sieht Olschewski-Schmitt die Integration der anerkannten Asylbewerber. Der erste Schritt sind für sie Sprachkurse. In einem zweiten soll dann die berufliche Qualifikation angegangen werden. 240 Asylbewerber betreut das Jobcenter derzeit. Davon sind 180 Erwachsene im erwerbsfähigen Alter.

Für die Bewältigung der Aufgaben ist auch die gute Zusammenarbeit mit externen Partnern wie Bildungsträgern und Arbeitgebern notwendig. Auch die Ehrenamtlichen spielen eine wichtige Rolle, zum Beispiel bei Antragstellungen, wenn es um die Integration von Asylbewerbern geht.

von Melanie Wießmeyer

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