Musikantengruppen aus dem Oberland verabschieden den Sommer

Ein Stück Heimat

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„In Weilheim gibt’s lustige Leut“. Die Gruaber Buam sangen sich mit Gstanzln in die Herzen des Publikums.

Weilheim – Dass die schönen sommerlichen Herbsttage endgültig vorbei sind, zeigte der kurzfristige Wintereinbruch. Am Samstag erhielt der Herbst beim inzwischen 23. Weilheimer Herbstsingen unter dem Motto „Da Summa is uma“ ein letztes Ständchen.

Dazu hatte der gastgebende Weilheimer Heimat- und Trachtenverein sieben Musikgruppen aus dem Oberland – die Hohenaschauer Musikanten, den Haushamer Bergwachtgesang, die Eckbank Zithermusi, den Rehm Dreigsang, die Weilheimer Sängerinnen, die Gruaber Buam und die Murnauer Geigenmusi – eingeladen. Und die stimmten in der ausverkauften Stadthalle musikalisch auf die kommenden staaden Tage ein.

Ganz nebenbei und mit voller Absicht legten dabei die Sänger, Musikanten, aber auch das Publikum ein Bekenntnis zur bayerischen Heimat mit all ihren Facetten ab: Trachtenvielfalt, Lebensgefühl, Esskultur, Brauchtum. Welchen hohen Stellenwert das Herbstsingen inzwischen sogar überregional genießt, zeigte sich am ausverkauften Haus und an Besuchern aus Luxemburg und Norwegen, Letztere sogar demonstrativ in Tracht.

Initiatorin Rosemarie Schmid bewies bei der Zusammenstellung der Musikanten ein glückliches Händchen und hatte neben bereits bekannten Gruppen auch vier neue dabei. „Es wird ein unterhaltsamer, vergnüglicher Abend, eine bunte Mischung aus alt und neu. Wir hoffen euch gefällt’s“, prophezeite dann auch Moderatorin Elisabeth Rehm in schönster Mundart und behielt recht.

Rehm plauderte locker und mit einem Schuss Humor über bayerische Historie, die von Herzog Max von Bayern hoffähig gemachte Zither, die hiesige Esskultur sowie die Liebe der Bayern zu ihrer Volksmusik. „Sie ist ein Stück Heimat, das man im Herzen trägt“, bekannte sie unter Beifall.

Was den Gästen besonders gefiel, war der reizvolle Wechsel zwischen Blasmusik, Gesang, Zither- und Geigenmusik. Dass es auch der Nachwuchs kann, demonstrierten die Gruaber Buam gekonnt mit Gstanzln wie beispielsweise „Bei euch da in Weilheim gibt’s lustige Leut“ und Instrumenten. Die zehn- und zwölfjährigen Buben sangen und musizierten sich damit geradezu in die Herzen des Publikums hinein. 

Nach rund drei stimmungsvollen Stunden gab das gemeinsam gesungene Lied „Fahr ma hoam“ das Signal zum Aufbruch.

Von Georg Müller

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